Die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff wird kontinuierlich überwacht.

Pulsoximetrie

Mit der Pulsoximetrie messen wir mit einem kleinen Klipp am Finger die Sauerstoffsättigung, die mit einer Kurve und dem Messwert immer am Monitor angezeigt wird. Störungen der Sauerstoffversorgung oder Durchblutungsstörungen werden damit zeitnah erkannt.

Anerkanntes Behandlungsverfahren: NIRS

Mittels Nah Infrarot Spektroskopie (kurz NIRS) kann die Sauerstoffsättigung des Gewebes unabhängig von eine Pulskurve nicht invasiv in ca. 2-4 cm Eindringtiefe gemessen werden. Das Signal ist zu ca. 70% venös, und zu jeweils ca. 15% arteriell und kapillär.

Zur Messung werden optische Sensoren (sogenannte Optoden) auf den entsprechenden Körperarealen aufgebracht.

Ein NIRS Monitoring ist in allen OP Sälen des HDZ NRW etabliert. Die Daten werden automatisch in das elektronische Anästhesie Protokoll COPRA importiert.

Schwerpunktindikation für die NIRS ist das Neuromonitoring. Die NIRS ermöglicht die Messung der Sauerstoffversorgung des Gehirns während komplexer Operationen. Bei allen herzchirurgischen Eingriffen bei Kindern ist das NIRS ein Standardverfahren. Insbesondere bei Operationen mit einer antegraden selektiven Kopfperfusion kann diese über die NIRS Werte gesteuert werden. Zudem können z.B. Malperfusionen im Rahmen der arteriellen und venösen Kanüllierung aber auch durch Dissektionen erkannt werden