Forum für die Sinne - Kunst und Kultur in der Klinik
Im Herz- und Diabeteszentrum NRW ist die Idee verwirklicht worden, Medizin und Kultur miteinander zu verbinden und ein Forum für aktuelle Kunst zu schaffen.
Dahinter steht die Auffassung, dass eine angenehme Umgebung und der Austausch mit der Kunst den Heilungsprozess unterstützen, die Kommunikation fördern und neue Blickwinkel auf Ungewohntes eröffnen.
Daher präsentiert das Klinikum an der Georgstraße regelmäßig anspruchsvolle Ausstellungen international anerkannter Künstler ebenso wie von Kunstschaffenden der Region.
Die Kunstausstellungen werden begleitet von wechselnden Musikveranstaltungen, Lesungen und Info-Nachmittagen zu Gesundheitsthemen, zu denen nicht nur Patienten und Angehörige, sondern auch Gäste, Besucher und Interessierte herzlich eingeladen sind.
Aktuelle Ausstellung
Kunst aus der Mongolei
vom 18. März – 31. August 2026
Öffnungszeiten der Ausstellung:
Montag - Freitag von 8:00-18:00 Uhr
Samstag/Sonntag von 8:00-14:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Kunst aus der Mongolei
Bereits 1926 kamen 30 junge mongolische Auszubildende in die damalige Weimarer Republik. Unter ihnen befanden sich spätere bedeutende Kulturschaffende, Mediziner, Ingenieure und Wissenschaftler, die die Entwicklung der Mongolei maßgeblich prägten. Diese wertvolle Tradition des Bildungs- und Kulturaustauschs wurde seit den 1950er-Jahren fortgeführt.
Im Kunst- und Kulturforum des Herz- und Diabeteszentrums NRW in Bad Oeynhausen wird anlässlich dieses Jubiläums eine Ausstellung mit Werken von 14 mongolischen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert. Die Ausstellung versteht sich als kulturelle Brücke zwischen der Mongolei und Deutschland und macht sichtbar, wie eng Bildung, Kunst und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden sind.
Die Werke spiegeln die tiefe kulturelle Verbundenheit mit der Natur wider. Sie verbinden traditionelle Denkweisen mit zeitgenössischen künstlerischen Ausdrucksformen und thematisieren ein Leben im Einklang mit Umwelt, Gemeinschaft und Verantwortung. Diese Ausstellung setzt ein Zeichen für kulturellen Dialog, Nachhaltigkeit und die verbindende Kraft der Kunst.
Zeitgenössische Kunst von Anfang an
Viele große Namen haben bereits im Herz- und Diabeteszentrum NRW ausgestellt. Eine der wohl bekanntesten Jungen Wilden, Elvira Bach, präsentierte kraftvolle Frauenbildnisse unter dem Motto „Kinder, Küche und Kunst“. Der Maler Henning Kürschner zeigte Arbeiten, die einen wichtigen Beitrag zur figurativen Malerei unserer Zeit darstellen.
Wie unterschiedlich die zeitgenössischen Positionen in der Kunst sein können, demonstrierten die Arbeiten Rudolf Schoofs aus der Sammlung Fritz Walter, der Bilderzyklus „Himmel, Hölle, 1,2,3 – Briefe an Ovid“ von Hans Sieverding und die großformatigen, monochromen Leinwände sowie die Fotoserie „Kairo“ von Bernd Damke. Neben monografischen Ausstellungen bereicherten Themenausstellungen wie „Auf den Hund gekommen – Von Menschen und Tieren“, Erzählungen über die Dinge des Lebens – Kunst aus Australien, die „Reise(n) ins Herz“ oder von „Barlach bis Baselitz – Aspekte zeitgenössischer Kunst im 20. Jahrhundert“ das Kunstforum. Gemeinsam mit dem Deutschen Märchen- und Wesersagenmuseum, der Volkshochschule und der evangelischen Altstadtgemeinde Bad Oeynhausen wurden in der Ausstellung „Engelhaftes“ künstlerische Positionen zur Ikonographie der Engel und deren Kulturgeschichte präsentiert. In jüngster Zeit waren der Bad Oeynhausener Künstler Bernhard Sprute, Naturbildnisse von Heiner Geisbe, bunte Universen von Henning Rethmeier und farbprächtige Welten Hartmut Neumanns im HDZ NRW zu bewundern.
Das Kunstforum ist täglich geöffnet von 8:00 – 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Kataloge zu den Ausstellungen sind am Empfang zu erhalten, solange der Vorrat reicht.

