Die Kardiologie hat für die Sportmedizin in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies führte konsequenterweise zu einer Ausweitung der Aktivitäten der seit 1999 im HDZ NRW bestehenden Abteilung für Sportkardiologie.

Körperliche Fitness für Menschen mit Herzerkrankungen

Vermehrt bemühen sich Menschen mit angeborenen oder erworbenen Herzerkrankungen oder auch nach chirurgischen oder kardiologischen Interventionen um körperliche Fitness. Um bei den sportlichen Aktivitäten gesundheitliche Schäden zu vermeiden, sind eine subtile Diagnostik, eine Beurteilung der körperlichen Belastbarkeit und Kenntnisse der Herz-Kreislaufverhältnisse erforderlich. Das gilt ebenso für den Fall von Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder bei auffälligen Herzrhythmusstörungen.

Betreuung von Hochleistungssportlern

Die Betreuung von Hochleistungssportlern verlangt ebenfalls eine umfassende Gesundheitsuntersuchung zur Beurteilung der Funktion des Herz-Kreislauf-Systems.

Die Leistungsdiagnostik erfolgt mit dem Fahrrad- oder Laufbandergometer. Die Messungen der Sauerstoffaufnahme, der Kohlendioxidabgabe sowie die  gleichzeitige Erfassung der Herzfrequenz und die Laktatbestimmung geben Aufschluss über die vorhandene Ausdauerkapazität. Alle  Ergebnisse münden für Sportler und Trainer in Empfehlungen für ein individuelles Trainingsprogramm. 

Risiken für Amateur- und Freizeitsportler vorbeugen

Neben den Spitzensportlern unterziehen sich vermehrt auch Amateur- und Freizeitsportler einem Gesundheitscheck. Damit soll möglichen Risiken vorgebeugt werden. Denn immer wieder ereignen sich beim Sport Fälle von plötzlichem Herztod.

Besondere Aufmerksamkeit wird ehemaligen Hochleistungssportlern gewidmet, denn durch den langjährigen Leistungssport können Spätschäden im Herz-Kreislaufsystem auftreten, vor allem Herzrhythmusstörungen.

Weiterführende Informationen

Ansprechpartner Sportkardiologie und Herzerkrankungen