Das System wir im Labor vorgehalten und von dem Laborfachpersonal bedient. Die Probe wird über die "Rohrpost" oder "Läufer" in das Labor gesendet und priorisiert behandelt. In der Regel wird der Test ca. 10. Minuten nach der Abnahme im Labor gestartet. Die Testergebnisse sind über VNC View auf jedem dafür geeigneten Desktop im OP, der Station bzw. im Arbeitszimmer einsehbar.

Bei Risikopatienten (lange HLM Zeit, vorbestehende Gerinnungsstörung) wird standardmäßig ca. 20 Minuten vor dem geplanten Weaning von der HLM ein "Extem" und "Fibtem" Test durchgeführt. Anhand der Ergebnisse kann ggf. die Gabe von FFP, Gerinnungsfaktoren bzw. Thrombozyten vorbereitet werden. Die Indikationen sind über eine entsprechende SOP geregelt.

Sollte der Patient nach der Gabe von Protamin und ggf. der Transfusion von entsprechenden Präparaten weiterhin klinisch diffus bluten wird die Untersuchung ggf. wiederholt und um den weniger aggressiv aktivierten "Intem" und "Heptem" Test erweitert. Dieses ermöglicht in der Regel eine bessere Differenzierung zwischen einer ggf. notwendigen Gabe von FFP oder Gerinnungsfaktor Konzentraten.

Spezielle Gerinnungsanalytik

Neben den Standardtest Quick, aPTT, Fibrinogen, AT, PFA 100 werden Anti IXa und Anti IIa Spiegel sowie die Spiegel der N(D)OAKS routinemäßig bestimmt. Einzel-Faktoren Analysen sowie eine Thrombophiliediagnostik sind ebenso routinemäßig etabliert und werden in Kooperation mit der Hämostaseologie initiiert.

Blutbank

Mit einer der größten überregionalen Blutbanken ist die Versorgung mit EK und TK gewährleistet. Bei differenzierten immunhämatologischen Fragestelllugen sind die Kollegen vom ILTM vor Ort und bemühen sich schnellstmöglich die Versorgung mit passenden EK und TK sicherzustellen. Begleitende additive Maßnahmen wie Kortisongabe, Gabe von polyvalenten Immunglobulinen etc. können mit den Spezialisten diskutiert werden.