Die Endokrinologie - ein Schwerpunkt der Klinik - umfasst die Steuerung der Organfunktion durch Hormone. Diabetes gehört zu den endokrin bedingten Erkrankungen und es gibt noch viele andere Störungen der Hormon- und Stoffwechselregulation. Diese können sich gegenseitig beeinflussen. Das Zusammenspiel der Hormone ist komplex. Auch Schilddrüse, Nebenniere, Hirnanhangsdrüse und Knochenstoffwechsel können betroffen sein.

Diabetes ist ein Risikofaktor für Schilddrüsenerkrankungen (Hypo- und Hyperthyreose: Unter- bzw. Überfunktion der Schilddrüse, Morbus Basedow) und Osteoporose (Knochendichte-Verlust). So weisen Patientinnen mit Diabetes im Vergleich zu stoffwechselgesunden Frauen ein bis zu 12fach höheres Risiko für eine Hüftfraktur auf. Aber auch Männer mit Diabetes weisen ein erhöhtes Osteoporoserisiko auf. Nicht selten geht dies mit einem Mangel von Vitamin D einher.

Eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) kann die Insulinwirkung fördern und damit das Risiko für Unterzuckerungen (Hypoglykämie) verstärken. Umgekehrt führt die Überfunktion (Hyperthyreose; siehe Abbildung) mit übermäßiger Abgabe von Schilddrüsenhormonen ins Blut dazu, dass die Insulinwirkung vermindert und mehr Zucker (Glukose) aus der Leber freigesetzt werden. Dann steigt der Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) an.

Hohe Blutzuckerwerte beeinflussen ebenso die Produktion der Geschlechtshormone. Beispielsweise kann das Nachlassen der Hormonproduktion bei Männern (Hypogonadismus) durch Testosterongabe ausgeglichen werden, was sich auch positiv auf den Stoffwechsel auswirkt.

Diagnostik und Therapie

  • Knochendichte-Messung (Osteodensitometrie) mittels Dualer Röntgen Absorptiometrie (DXA Methode)
  • Skelettszintigraphie zur Untersuchung des Knochensystems
  • Körperfettmessung einschließlich DXA bei Patienten mit Metabolischem Syndrom
  • Vitamin D Supplementierung und ggfs. Optimierung des Calcium- bzw. Phosphatgehaltes
  • Ultraschall und Farbdoppler-Sonographie (Morphologie und Volumenbestimmung)
  • T1/T2 gewichtete Kernspintomographie und ggfs. medikamentöse Therapie
  • Umfassende Labordiagnostik (TSH, fT3, fT4, Calcitonin, TPO-/ TSH-Rezeptor-AK und weitere Hormonanalysen, einschließlich zentraler und peripherer Stimulationstests)
  • Schilddrüsenbiopsie zur Gewebediagnostik und ggfs. (Teil-)Resektion
  • Rezidivprophylaxe nach Strumaresektion
  • Schädel-CT/ MR
  • Übersichtsröntgendiagnostik

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