In der bereits weit verbreiteten 3D-Echokardiographie liegt ein besonderes Potential zur Primärdiagnostik sowie zur Verlaufskontrolle von Patienten mit angeborenen Herzfehlern. Um aufwendige MRT-Untersuchungen durch 3D-Echokardiographie zumindest teilweise ersetzten zu können, sind zuvor Vergleichsstudien notwendig. Insbesondere für unsere kinderkardiologischen Patienten fehlen jedoch entsprechende Normalwerte bzw. werden Software-Lösungen angeboten, die der Validierung zur Anwendung bei Kindern mit und ohne angeborene Herzfehler bedürfen.

Herausforderung

Die Beurteilung insbesondere der diastolischen Herzfunktion bei Patienten nach Fontan-Operation stellt für die Echokardiographie eine Herausforderung dar. Hier kann wiederum die kardiale Kernspintomographie wertvolle Beiträge leisten. Bei dieser Patientengruppe ist der Einfluss der Atmung auf den Blutfluss in Richtung Lungen von besonderer Bedeutung, was bisher im MRT aber nur unzureichend untersucht wurde.

Um die Strahlenexposition von Patienten mit angeborenen Herzfehlern weiter zu senken, wäre die Durchführung von Herzkatheter-gestützten Interventionen mit Hilfe des MRT wünschenswert. Zuvor muss jedoch die Eignung der verschiedenen Komponenten anhand von Studien geprüft werden.

Forschungsprojekte

  • Validierung unterschiedlicher Hardware (Echokardiographie-Geräte unterschiedlicher Hersteller und MRT mit 1,5 bzw. 3 Tesla) sowie Software unterschiedlicher Hersteller zur Analyse von Volumina und Funktionsparametern des rechten und linken Ventrikels
  • Normwerterstellung für die Volumetrie bei Kindern mittels 3D-Echokardiographie
  • Normwerterstellung für linksventrikuläre Muskelmasse bei Kindern im Vergleich von MRT und 3D-Echokardiographie sowie unterschiedlicher Software-Lösungen
  •  Untersuchung der diastolischen Funktion von Patienten nach Fontan-Operation  anhand der Bestimmung des Lungenvenenflusses
  •  Realtime-Flussmessungen einschließlich Lungenfunktionsprüfung im MRT, Testung des Einflusses der Atmung auf die Hämodynamik bei gesunden Kindern und Patienten mit AHF
  • Prüfung der Eignung des MRT für interventionelle Eingriffe anhand von Phantomstudien und perspektivisch an Probanden

Ansprechpartner

PD Dr. med. Kai Thorsten Laser

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