Uni.Blutspendedienst OWL im Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin des HDZ NRW

Eine starke Leistung

Seit mehr als 50 Jahren geht Manfred Schröder zum Blutspenden und ist damit ein vertrauter Besucher im Uni.Blutspendedienst OWL in Bad Oeynhausen. Insgesamt 175 Mal hat er sich hier auf die Liege gelegt und sein Blut für gute Zwecke zur Verfügung gestellt. Mit seiner 42. Vollblutspende geht der erfahrene Lebensretter nun in seinen wohlverdienten Spender-Ruhestand und will doch kein Stück kürzertreten. Schließlich gibt es noch eine zweite Konstante in seinem Leben und mit der hat er in den nächsten Jahren noch große Pläne.

„Mein Ziel ist es, 2021 bei den World Master Games im Gewichtheben in die Hall of Fame World zu kommen“, berichtet der sechsfache Weltmeister im Gewichtheben im Gespräch mit Prof. Dr. Cornelius Knabbe vom Herz- und Diabeteszentrum NRW. Sichtlich begeistert hört sich der Direktor des Instituts für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin in Bad Oeynhausen die Erfolgsgeschichte von Herrn Schröder an. Mit 75 kg im Reißen und 100 kg im Stoßen belegt er zurzeit Platz 38 der Weltrangliste, ist achtfacher Europameister und bereits 13 Mal Deutscher Meister geworden und trainiert trotz seines Alters mit unbändiger Energie an seinem finalen Ziel. „Auf was für interessante Persönlichkeiten man hier doch immer wieder trifft“, freut sich Prof. Dr. Knabbe über den Besuch des rüstigen Hochleistungssportlers, für den der Gang zum Blutspendedienst seit jeher zum Wochenrhythmus gehört. „Alle zwei Wochen komme ich nach dem Training hierher zur Blut- oder Plasmaspende. Das ist mein kleiner Beitrag, um zu helfen. Für mich war das immer selbstverständlich“, erzählt er und kann sich daher umso weniger erklären, warum die Zahlen an Erstspendern seit Jahren rückläufig sind. Denn tatsächlich liegt das Alter derjenigen, die zum ersten Mal beim Uni.Blutspendedienst OWL spenden, mittlerweile bei 28,3 Jahren – ein Alter, in dem Manfred Schröder bereits seit über 10 Jahren Blut gespendet hatte. „Wenn man bedenkt, dass Männer sechsmal im Jahr zur Vollblutspende und bis zu 45 Mal zur Plasmaspende gehen können, sind das schon einige Liter an lebensrettender Flüssigkeit,“ rechnet Brigitte Bohl vom Uni.Blutspendedienst vor und legt Herrn Schröder zum letzten Mal die Kanüle zur Vollblutspende an. Und auch, wenn sich der Abschied nun ein wenig wehmütig anfühlt, so weiß er doch genau, was er mit der freien Zeit anfangen wird: „Ich trainiere einfach länger.“ Von so viel Willensstärke und Durchhaltevermögen beeindruckt, bedankt sich Prof. Dr. Knabbe abschließend im Namen des gesamten Blutspendedienstes bei Manfred Schröder mit den treffenden Worten: „Im Sport wie beim Blutspenden eine starke Leistung.“

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Prof. Dr. Cornelius Knabbe und Manfred Schröder im Gespräch (Foto Philipp Quest).