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Herzunterstützung und Sport - ist das machbar?

Bereits zum zehnten Mal fand das Treffen der Selbsthilfe Organtransplantierter NRW in Zusammenarbeit mit der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen statt. Die Organtransplantation trotz aller medizinischen Fortschritte oftmals die lebensrettende Therapie. Der Einsatz von Kreislaufunterstützungssystemen ist für viele Patienten der einzige Weg, die Wartezeit auf ein Spenderorgan zu überbrücken.

Im voll besetzten Hörsaal informierten Klinikdirektor Professor Dr. Jan Gummert und der Vorsitzende der Selbsthilfe, Günter Breitenberger, gemeinsam mit erfahrenen Referenten über die Möglichkeiten moderner Herzpumpen und gingen auf die Fragen Betroffener und Angehöriger ein. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand das Thema Sport vor und nach einer Herztransplantation. Theus Bracht und Sascha Hassenewert berichteten von ihren eigenen Erfahrungen als Herztransplantierte. Die Physiotherapeutin Helena Frank hob in ihrem Vortrag hervor, dass herzschwachen Patienten nach den Leitlinien der Europäischen Fachgesellschaft für Kardiologie ausdrücklich eine sportliche Betätigung empfohlen werde. Hinsichtlich der Belastung und Dauer sei jedoch insbesondere bei Patienten mit Kreislaufunterstützung fachlicher Rat erforderlich. „Denn anders als bei Gesunden kann sich die Pumpfunktion des Herzens durch den Sport nicht verbessern.“ Der Körper profitiere aber dennoch von regelmäßigem, individuell dosierten Training. Neben den Vorträgen wurde die Tagesveranstaltung im HDZ NRW ergänzt von vier verschiedenen Workshops und einer Industrieausstellung.

Gastgeber, Organisatoren und Referenten des Selbsthilfetreffens im HDZ NRW: (v.l.) Guido Rimkus, Helena Frank, Stefan Wlost, Dr. Uwe Fuchs, Stefan Lucke, Prof. Dr. Jan Gummert, Volker Lauenroth, Jürgen Brakhage, Dr. Michiel Morshuis, Günter Breitenberger, Norbert Longerich und Sascha Hassenewert (Foto: Marcel Mompour).

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