Bad Oeynhausen,
Was Mandy Fröhlich an der Arbeit im Operationssaal fasziniert
Als Mandy Fröhlich vor 28 Jahren zum ersten Mal über das OP-Tuch hinweg das schlagende Herz eines Patienten sah, war sie sofort fasziniert. „Ich war schockverliebt. Dort schlug das Herz im Brustkorb. Das ist schon etwas ganz Besonderes“, erinnert sie sich.
Die Faszination für die OP-Pflege in der Herzchirurgie hat die heute für die Funktionsbereiche im Klinikum zuständige Pflegedienstleiterin im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, nicht mehr losgelassen. Als frisch ausgebildete Krankenschwester hatte sich Mandy Fröhlich 1998 beworben und fortan im OP-Betrieb gearbeitet. 2003 schloss sie ihre Fachweiterbildung für den Operationsdienst ab. Nun galt es, viel theoretisches Wissen in die Praxis mitzunehmen. Zu den Routinen, die aus dem Effeff sitzen müssen, zählen das Instrumentieren und Springen bei Operationen, die Überwachung der Hygienevorschriften, Dokumentationsaufgaben, Zielkontrollen und Materialkontrollen.
Ein besonderer Arbeitsplatz
„Die OP-Pflege, die Operationstechnische und Anästhesietechnische Assistenz (OTA und ATA) in der Herzchirurgie, der Thorax- oder der Gefäßchirurgie bieten ein so großes Spektrum an Möglichkeiten. Dabei ist die Herzchirurgie nicht an jedem Krankenhaus vertreten – an unserem Klinikum allerdings besonders groß und spezialisiert“, sagt Fröhlich. Umso intensiver kümmere man sich auch um die Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen. Die besondere Zusammenarbeit im OP-Saal schätzt sie sehr: „Das Team bildet eine feste Einheit.“
Als Universitätsklinik ist das HDZ NRW auch ein großer Ausbildungsbetrieb. „Wissen weiterzugeben und voneinander zu profitieren, das liegt in der DNA des Hauses“. Folgerichtig erwarb Mandy Fröhlich ihre Befähigung zur Praxisanleitung, um den pflegerischen Nachwuchs für die Bereiche OP, OTA und ATA zu schulen. Regelhaft erfolgt dies im Rahmen der Ausbildung über eine mindestens vierwöchige Rotation in den OP-Betrieb.
Teamplayer für den OP gesucht
Mit den zusätzlichen Aufgaben wuchs bald der Wunsch, das Klinikum auch in einer Leitungsfunktion zu unterstützen und die zahlreichen Schnittstellen eines Spezialkrankenhauses besser zu verstehen. Deshalb absolvierte sie berufsbegleitend ein zweijähriges Masterstudium im Gesundheitsmanagement. Als Pflegedienstleiterin begleitet sie seit 2024 Prozesse und Projekte für die Funktionsbereiche in der OP- und Anästhesie-Pflege, der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, in den Herzkatheterlaboren sowie in den Aufnahme- und Ambulanzbereichen des HDZ NRW.
Auch Bewerbungsgespräche führt Mandy Fröhlich gerne. „Ausgebildete Pflegefachpersonen oder Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten, die unsere Welt in der Herzchirurgie kennenlernen möchten, sind immer herzlich willkommen.“
Neben Einblicken in den Operationsbetrieb mit zehn Sälen für die Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie biete sie auch an, einmal bei einem Früh- oder Spätdienst im HDZ NRW zu hospitieren. Besonders freut sich die Pflegeexpertin, wenn dann auch bei Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen erstmals der Funke überspringt: „Wer im Herz-OP arbeiten möchte, den lässt der erste Blick auf ein schlagendes Herz im Situs einfach nicht mehr los.“
Weitere Informationen:
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät OWL (Universität Bielefeld)
Unternehmenskommunikation
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