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Wege in die Ausbildung: Durchstarten als Pflegefachfrau

Katja Dralle (44) startet in ihren neuen Beruf.


Versprechen gehalten

Eine Lieblingsoma, die früher selbst einmal Kindergärtnerin war – das ist ein großes Glück für die Familie. So hat es die Bad Oeynhausenerin Katja Dralle erlebt, die sich gerne an ihre Kindheit erinnert. Als ihre Oma 2014 zum Pflegefall wird und die Familie mit der Heimunterkunft nicht wirklich glücklich ist, fackelt die Hotelfachfrau nicht lange und holt sie im Jahr darauf nach Hause. „Das hatte ich meiner Oma einst fest versprochen: Dass sie nicht in einem Altenheim sterben muss.“

Die alte Dame benötigt ganztägige Betreuung und fühlt sich sichtlich wohl im Haus der Enkeltochter, die selbst zwei Kinder im Alter von zwei und 14 Jahren hat. „Ihr kleiner Urenkel hat ihr viel Freude bereitet“, erinnert sich Katja Dralle, die ihren Hotelberuf aufgegeben und die Oma bis zu ihrem Tod im Frühjahr 2021 sieben Jahre gepflegt hat. In dieser Zeit hat sie sich viele Krankenpflege-Kenntnisse aneignen müssen. „Es war natürlich nicht immer leicht, aber insgesamt haben wir es nicht bereut, die Oma bei uns aufzunehmen.“

Als diese Zeit vorüber war, hieß es für Katja Dralle erst einmal tief Luft zu holen: Ihr Sohn kommt schon auf die weiterführende Schule, die Tochter ist in der Ausbildung. In die Hotelbranche zurückzukehren nach fast drei Jahren Pandemie reizte sie nicht. Warum also nicht etwas machen aus den Erfahrungen der sieben zurückliegenden Jahre, in denen sie sich um ihre Familie gesorgt, aber auch so Vieles zurückbekommen hat? Mann und Kinder stimmen ihren Berufsplänen zu. Kurzerhand bewirbt sie sich für eine Ausbildung zur Pflegefachfrau am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen – und wird zum Ausbildungsstart am 1. Oktober angenommen.

„Es war gar keine Frage, dass ich zum HDZ wollte“, sagt Katja Dralle. Auch kleine Bedenken, wie sie als Älteste im Kreis der Auszubildenden wohl aufgenommen würde, zerstreuten sich schnell. „Spätestens, als ich auf der Pflegeschule die beste Freundin meiner Tochter traf“, lacht die angehende Pflegefachfrau, die am HDZ NRW zunächst auf der Komfortpflegestation Toskana in der Herzchirurgie eingeteilt ist und sich mit den Kolleginnen und Kollegen bestens versteht.

Der Start in die Ausbildung ist also gelungen, wie geht es weiter?

„Jetzt beginnt ein theoretischer Teil an der Akademie für Gesundheitsberufe in Minden, danach folgt im Sommer ein Praxisabschnitt Altenpflege, und ab Oktober werde ich auf einer Pflegestation im Diabeteszentrum weiterlernen“, berichtet Katja Dralle, die sich schon darauf freut, einen weiteren wichtigen Fachbereich im HDZ kennenzulernen. Ihr Tipp für den Ausbildungsstart: „Interesse für Neues zeigen, eine eigene Meinung haben und mit den Menschen sprechen. Das ist keine Frage des Alters.“ Und hätte dabei fast noch vergessen zu sagen: „Versprechen muss man halten!“ Aber das ist für Katja Dralle ja ohnehin selbstverständlich.

Mehr Info: Azubi-Tag am 10. Juni 2022, Anmeldung über Tel. 05731 / 97-3598. www.hdz-nrw.de

 

 

Hintergrundinformation:

Die staatlich und EU-weit anerkannte Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann qualifiziert für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen, vom Säugling bis zum Seniorenalter. Sie umfasst 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden praktische Ausbildung. Am HDZ NRW bestehen Einsatzmöglichkeiten auf einer Normalstation oder einer Intensivstation in den Fachbereichen der Kardiologie, Herzchirurgie, Diabetologie oder Kinderkardiologie. Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Ausbildungsjahr 1.190,69 Euro nach TVöD (2. Jahr: 1.252,07; 3. Jahr: 1.353,38). Kooperationspartner für die theoretische Ausbildung sind die Akademie für Gesundheitsberufe, Minden und die Schulen für Pflegeberufe Herford-Lippe in Herford.

 

 

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 97-1955
Fax 05731 97-2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de

Durchgestartet in die Pflegeausbildung: Für Katja Dralle ist das jetzt genau der richtige Zeitpunkt (Foto: Marcel Mompour).

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