Bad Oeynhausen,
Das Beste daraus machen. In Zeiten, in denen die Krankenhäuser angesichts Fachkräftemangel und wachsendem Versorgungsbedarf sich zunehmend bürokratischen und regulatorischen Anforderungen stellen müssen in der bitteren Erkenntnis, dass bei systematischer Unterfinanzierung durch das Bundesgesundheitsministerium keine echten Vorwärtsbewegungen zu erkennen sind.
Das Beste daraus machen auch in weltpolitischen Krisenzeiten. Das war die Botschaft, die Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, auf dem diesjährigen Neujahrsempfang, mit einem nachdenklichen und doch unerschütterlichen Optimismus auf den Punkt brachte. Nicht nur der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Jan Gummert und Pflegedirektor Christian Siegling zogen mit, sondern auch Körpersprache-Experte Stefan Verra und das Publikum im vollen Haus, das sich von einem inspirierenden Auftritt im Theater im Park in die Welt der nonverbalen Kommunikation entführen ließ und stimmungsvolle Saxophon-Soli des Bielefelder Musikers Philippe Barmettler genoss.
Die Zuversicht hat ihre Gründe. Sie fußt auf den Innovationen, die Kliniken und Institute des HDZ NRW im vergangenen Jahr erfolgreich umsetzen konnten, darunter zahlreiche Maßnahmen, die zu besseren Versorgungsstrukturen und mehr Sicherheit für Patientinnen und Patienten mit Herz- und Diabeteserkrankungen beitragen. Professor Gummert zählte auf: Das Präventionskonzept der Anästhesie für herzchirurgische Patienten, die Digitalisierung des Diabetes-Managements, die Kooperation zum Lungenkrebszentrum OWL, die neue Gefäßchirurgie, die Inbetriebnahme eines ultramodernen Hybrid-OP-Saals, neue Ablationstechnologien in der Rhythmologie und vieles mehr.
84 Herztransplantationen in 2025
84 Herztransplantationen wurden im vergangenen Jahr am HDZ NRW durchgeführt, davon zwei Herz-Lungen-Transplantationen und neun Kinderherztransplantationen. 2024 waren es 78 Herztransplantationen, darunter acht Kinder.
Wichtige Schritte auf dem Weg zu mehr beruflicher Eigenständigkeit und Attraktivität der Pflegeberufe sieht Pflegedirektor Christian Siegling: „Angekündigte Reformen stärken die Pflege und schaffen Perspektiven für künftige Pflegende. Dazu gehören die Festlegung von Vorbehaltsaufgaben, die ausschließlich Pflegefachpersonen übernehmen dürfen und die entsprechend auch verpflichtend durchzuführen sind. Oder die geplante Einbindung von akademisch qualifizierten Pflegenden mit eigenständigen heilkundlichen Kompetenzen ins Sozialrecht.“
Gerade weil die neuen Berechnungsmethoden für den pflegerischen Personalbedarf wenig Raum für Gestaltung lassen, sei es umso wichtiger, den schwierigen Rahmenbedingungen mit Haltung, Qualität und Zusammenhalt zu begegnen. „Die Politik setzt den Rahmen, die interne Dynamik und unsere Verlässlichkeit bestimmen wir.“
Der Körper lügt nicht
Auf innere und äußere Haltung ging Körpersprache-Experte Stefan Verra in seinem anschließenden Auftritt ein. Der erfahrene Entertainer vermittelte ebenso humorig wie eindrucksvoll, warum seine ganzheitliche Methodik jährlich Zehntausende begeistert und die NATO, US-Navy und global führende Unternehmen und Organisationen zu seinen Auftraggebern zählen. Mit Denkanstößen zur Kommunikation zwischen Arzt und Patient, anschaulichen Beispielen aus dem Alltag und fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen hielt er gekonnt sein Publikum zwischen Staunen und Lachen bei Laune. Verra räumte auf mit dem Mythos des „unechten“ Lächelns und überzeugte die mitmachenden Gäste davon, wie sehr Körper und Mimik einmal erlernte Routinen lieben. So rang er zum Abschluss galant den Anwesenden das Versprechen ab, ihr Lächeln zur Gewohnheit werden zu lassen: „Ob als Ärztin, Arzt, Führungskraft oder Eltern: Sie vermitteln damit Sicherheit an Ihr Gegenüber.“
Weitere Informationen:
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät OWL (Universität Bielefeld)
Unternehmenskommunikation
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