Bad Oeynhausen,
Auf der Ausbildungsstation im HDZ NRW, Bad Oeynhausen, lernen angehende Pflegefachpersonen nicht nur, ihren Stationsalltag eigenständig zu gestalten. Sie dürfen auch frühzeitig Verantwortung für ihre Patientinnen und Patienten übernehmen und sich in pflegerischen Teams organisieren. Gina Zigan (24) ist eine von vier qualifizierten Praxisanleiterinnen, die die Auszubildenden ganzjährig auf der Station begleiten und im Hintergrund dafür sorgen, dass hier Theorie und Praxis optimal miteinander verknüpft werden.
Praxisanleiterin Gina Zigan (24) begleitet den Pflege-Nachwuchs im HDZ NRW
Von dem Konzept einer fest etablierten Ausbildungsstation war Gina Zigan von Anfang an überzeugt: „Für viele ist es das Highlight ihrer Pflegeausbildung, hier über mehrere Wochen lang Verantwortung übernehmen zu dürfen, die eigenen Fähigkeiten quasi in einem geschützten Rahmen besser kennenlernen und weiterentwickeln zu können.“ Seit die Station im Januar 2024 im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, eröffnet worden ist, war es ihr Wunsch, den Nachwuchs dabei aktiv zu begleiten, persönlich anzuleiten und positive Lernerfahrungen zu fördern. Zumal Ausbildungsstationen wie im HDZ NRW in der Krankenhauslandschaft noch in der Minderzahl sind.
Bei ihrem Arbeitgeber fand Gina Zigan Unterstützung für eine neunmonatige Weiterbildung zur Praxisanleitung. „Im Blockunterricht – einmal im Monat für jeweils eine Woche – werden dabei Lehr- und Lernmethoden vermittelt. Man lernt einiges über Lernprozesse und Ausbildungspläne, aber auch über die Aufgaben und Pflichten bei der Praxisanleitung sowie die Bedeutung der Rolle in der Ausbildung und Einarbeitung.“
Was muss eine Praxisanleiterin mitbringen?
Voraussetzung für die Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme ist eine dreijährige, erfolgreich abgeschlossene Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann zuzüglich mindestens einjähriger Berufserfahrung. Das alles brachte Gina Zigan, die seit 2023 im HDZ NRW arbeitet, mit. „Man sollte auch bereit sein, Verantwortung zu übernehmen und Freude an kommunikativen und didaktischen Aufgaben haben“, ergänzt sie. Ihr Praxisanleiter-Zertifikat hat sie seit drei Monaten nach erfolgreicher Prüfung in der Tasche.
Auf ihrer Ausbildungsstation, die in zwei Schichten geführt wird, hält sie sich eher im Hintergrund. „Eine meiner wichtigsten Aufgaben ist es hier, zu beobachten und darauf zu achten, dass alle Vorschriften eingehalten werden.“ Aber natürlich gebe es auch eine regelmäßige konstruktive Rückmeldung und individuelle Leistungsbeurteilung. „Wir möchten unsere Auszubildenden ihren Fähigkeiten entsprechend optimal fördern. Praktische Übungen, Fallbesprechungen und Teamaufgaben tragen viel zur Qualität der Pflegeausbildung bei.“ Daran als Praxisanleiterin täglich beteiligt zu sein und den allermeisten nach einer grundsoliden Ausbildung im HDZ NRW den Berufsstart zu ermöglichen, sei sehr motivierend und eine rundum schöne Sache. „Ja, ich würde das wieder tun“, sagt Gina Zigan.
Hintergrundinformation:
Die Weiterbildung zum Praxisanleiter bzw. zur Praxisanleiterin für Pflegeberufe ist eine Qualifikation für Fachkräfte, die in der praktischen Ausbildung von Auszubildenden und neuen Mitarbeitenden in der Pflege tätig sein möchten. Voraussetzungen sind der erfolgreiche Abschluss einer 3-jährigen Pflegeausbildung und mind. ein Jahr Berufserfahrung.
(s. Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung, § 4 Abs. 3)
Mehr Info: www.hdz-nrw.de/karrierepfade
Weitere Informationen:
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät OWL (Universität Bielefeld)
Unternehmenskommunikation
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