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Die richtige Ausbildung finden

Vom Job zur Herzenssache: Warum es sich lohnt, genauer hinzusehen, Neues zu wagen und den Weg in die berufliche Zukunft auch einmal zu korrigieren

Eigentlich wollte er ja studieren. Mit dem Fachabitur für Wirtschaft und Verwaltung in der Tasche, schrieb sich Leslie Ewemade (25) für ein Studium der Mechatronik an der Uni ein. „Ich interessiere mich für Technik, warum also nicht“, sagte sich der Bielefelder. Doch zwei Pflegefälle in der Familie stimmten ihn schon nach den ersten Semestern nachdenklich. „Ich habe gemerkt, was mir wirklich wichtig ist. Ich möchte mit anderen zusammenarbeiten. Was mir fehlte, waren auch der tägliche Austausch, soziale Aspekte – und das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, Menschen unmittelbar helfen zu können.“ Eine Freundin schlug ihm vor, einfach einmal eine Pause einzulegen und ein 14-tägiges Praktikum in einem Krankenhaus zu machen.

„Vom ersten Tag an war ich begeistert“, sagt Leslie Ewemade, der zugibt, die Pflegeberufe früher nicht richtig eingeschätzt zu haben. „Die Arbeitsabläufe auf der Station haben mich fasziniert: Was auf den ersten Blick als großes Durcheinander erscheint, stellt sich als perfekt eingespieltes Team heraus. Jeder weiß hier ganz genau, was er tut und trägt die Verantwortung für seinen Bereich.“ Dabei sind die Aufgaben oft sehr anspruchsvoll. Denn es gibt viel Medizintechnik, und die unterschiedlichsten Berufsgruppen arbeiten hier zusammen. „Immer geht es gemeinsam darum, unseren Patientinnen und Patienten bestmöglich zu helfen.“ Und nicht zuletzt die Pandemie habe ja gezeigt, wie wichtig die Pflege in unserer Gesellschaft ist. Die Entscheidung, das Studium abzubrechen und sich für die Ausbildung zu bewerben, hat er nicht bereut.

Zur Zeit absolviert Leslie den theoretischen Teil seiner Ausbildung an einer Pflegeschule. Anschließend folgt wieder ein längerer Praxisabschnitt in der Klinik. Leslie wird dann erneut auf seiner Pflegestation der Kardiologie am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen arbeiten. „Die Arbeitsatmosphäre ist prima.“

Nach der Ausbildung werden ihm weitere Karrierewege offen stehen: „Vielleicht werde ich Praxisanleiter. Oder ich schließe ein berufsbegleitendes Pflegestudium an. In kaum einem anderen Beruf gibt es so ein vielfältiges Spektrum der Einsatzmöglichkeiten und so viele Wege für die Fort- und Weiterbildung.“ Sein schönstes Erlebnis bisher? „Ein Patient, der besonders dankbar war. Oder der Arzt im Herzkatheterlabor, der sich extra Zeit genommen hat, um mir die Therapie zu erklären. Unser Patient hat drei Gefäßstützen erhalten und konnte danach erfolgreich entlassen werden.“

Mehr Info: Azubi-Tag am 10. Juni 2022
Anmeldung über Tel. 05731 / 97-3598
www.hdz-nrw.de

 

Hintergrundinformation:

Die staatlich und EU-weit anerkannte Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann qualifiziert für die Pflege von Menschen aller Altersgruppen, vom Säugling bis zum Seniorenalter. Sie umfasst 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden praktische Ausbildung. Am HDZ NRW bestehen Einsatzmöglichkeiten auf einer Normalstation oder einer Intensivstation in den Fachbereichen der Kardiologie, Herzchirurgie, Diabetologie oder Kinderkardiologie. Die Ausbildungsvergütung beträgt im ersten Ausbildungsjahr 1.190,69 Euro nach TVöD (2. Jahr: 1.252,07; 3. Jahr: 1.353,38). Kooperationspartner für die theoretische Ausbildung sind die Akademie für Gesundheitsberufe, Minden und die Schulen für Pflegeberufe Herford-Lippe in Herford.

 

 

 

Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leitung: Anna Reiss
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 97-1955
Fax 05731 97-2028
E-Mail: info@hdz-nrw.de

 

Leslie Ewemade (25) hat am Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, seine Ausbildung zum Pflegefachmann begonnen (Foto: Marcel Mompour).

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