Bad Oeynhausen,
Fortschritte der operativen und konservativen Medizin sind ohne den Erfolg der Intensivstationen heute nicht vorstellbar. Gerade hier ergeben sich aber auch viele ethische Fragestellungen und Konflikte.
Einen besonders tragischen Behandlungsverlauf aus jüngster Vergangenheit hat der Tag der Ethik im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, gestern aufgegriffen, um die Thematik aus der Sicht und Einschätzung eines Intensivmediziners, eines Juristen, einer Neurologin, eines Soziologen und einer Seelsorgerin zu erläutern und vor einem Fachpublikum mit den Mitgliedern des Klinischen Ethikkomitees im HDZ NRW zu diskutieren.
Einig waren sich die Expertinnen und Experten trotz unterschiedlicher Sichtweisen letztlich darin, dass es nur dann gelingen kann, Behandlungskonflikte zu entschärfen und eine gemeinsam getragene Lösung zu finden, wenn frühzeitig die Kommunikation mit den Angehörigen und den an der Behandlung Beteiligten aufgenommen wird und ausreichend Zeit, Verständnis und gegenseitiger Respekt bestehen, um einander zuzuhören.
Für Pfarrerin Antje Freitag war es die letzte in der Reihe zahlreicher Veranstaltungen des Klinischen Ethikkomitees im HDZ NRW, das sie vor über zehn Jahren am Klinikum mit etabliert hat: „Die Endlichkeit besiegen? So lautete die Frage zu unserer allerersten Hörsaalveranstaltung. Wie sich zeigt, ist sie uns allen heute immer noch sehr wichtig.“
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Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
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