Bad Oeynhausen,
Der Uni.Blutspendedienst OWL des Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW) in Bad Oeynhausen feiert in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Anlass genug, nicht nur auf vier Jahrzehnte engagierte Arbeit zurückzublicken, sondern auch Spenderinnen und Spender zu würdigen, die diesen Weg von Anfang an begleitet haben. Einer von ihnen ist Klaus Büscher aus Löhne – ein Blutspender der ersten Stunde.
Bereits zum Start des Blutspendedienstes entschied sich der Maschinenbauer aus Löhne bewusst für eine regelmäßige Blutspende. Der persönliche Anstoß kam aus der eigenen Familie: Sein Vater war herzkrank und auf medizinische Versorgung im HDZ NRW angewiesen. Dadurch wurde ihm früh bewusst, wie lebenswichtig Blutspenden für viele Patientinnen und Patienten sind. Zusätzliche Motivation erhielt er durch einen engen Freund aus der Feuerwehr, der aus seinem Einsatzalltag immer wieder von Situationen berichtete, in denen Blutkonserven dringend benötigt wurden.
Seit nunmehr 40 Jahren ist Büscher dem Blutspendedienst treu geblieben. Dabei spendet er nicht nur Vollblut, sondern auch Plasma und Thrombozyten. Wenn die Versorgungslage kritisch ist, kommt es auch schon einmal vor, dass der Blutspendedienst ihn direkt kontaktiert. Dann zögert er nicht: „Ein Anruf genügt. Selbst an Weihnachten habe ich schon gespendet.“
„Klaus Büscher steht für eine sehr treue Generation von Spendern“, erklärt Attila Mandl, Oberarzt im Uni.Blutspendedienst OWL. „Wir sind dankbar, uns auf so verantwortungsvolle Spender verlassen zu können.“ Gleichzeitig verschärft der demografische Wandel die Versorgungssituation mit dringend benötigten Blutprodukten. Viele Stammspenderinnen und -spender scheiden aus. „Bundesweit gehen mehr Spender verloren, als neue hinzukommen. Dieser Trend muss sich dringend ändern, um die Blutversorgung auch künftig sicherzustellen“, so Attila Mandl.
Als langjähriger Blutspender fühlt sich Klaus Büscher dem Blutspendedienst eng verbunden. Er kennt die Mitarbeitenden persönlich und schätzt die vertraute Atmosphäre sehr. Besonders gerne kommt er früh am Morgen – oft bereits ab 7:30 Uhr. Die Zeit während der Spende nutzt der Familienvater bewusst zum Entspannen und als kleine Auszeit vom Alltag. Probleme oder Komplikationen hatte er bei seinen zahlreichen Spenden noch nie.
Seine erwachsene Tochter ist inzwischen ebenfalls Blutspenderin – ein Engagement, das zeigt, wie sehr das Thema Blutspenden in Büschers Familie verankert ist. Für ihn steht fest: „Blutspenden ist eine gute und wichtige Sache.“ Jeder könne irgendwann selbst in die Situation kommen, auf Blutkonserven angewiesen zu sein. Deshalb, so seine Überzeugung, sollte jeder einmal darüber nachdenken, Blut zu spenden.
Der Uni.Blutspendedienst OWL bedankt sich bei Klaus Büscher und allen Spenderinnen und Spendern. Ihr Engagement sichert die Versorgung von Patientinnen und Patienten in ganz Ostwestfalen-Lippe – und das seit 40 Jahren.
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag:
Aktionswoche im Juni: Vom 15. bis 19. Juni veranstaltet der Uni.Blutspendedienst OWL anlässlich seines 40-jährigen Bestehens eine Aktionswoche mit vielen Angeboten. Alle Spenderinnen und Spender erhalten zum Beispiel auf Wunsch einen zusätzlichen Labor Check-up. Dieser beinhaltet die Bestimmung der Leber-, Nieren-, Schilddrüsenwerte, Cholesterin, Langzeitblutzucker und des kleinen Blutbildes. Bei jeder vierten Spende werden zusätzliche noch Bonuspunkte verteilt und es werden wieder die beliebten Rundgänge hinter den Kulissen des Labors angeboten.
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