Bad Oeynhausen,
Landesregierung fördert Umsetzung der neuen Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen
Das Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, freut sich über einen Förderbescheid in Höhe von 27.229.597 Euro, den Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack heute in Düsseldorf von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann entgegennehmen durfte. Insgesamt wurden im Rahmen der heutigen Veranstaltung Förderbescheide in Höhe von über 823 Millionen Euro an Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen übergeben.
Zur Fördermaßnahme
“Wir freuen uns über das klare Commitment des Landes Nordrhein-Westfalen zu unserem Kinderherzzentrum und zum Standort Bad Oeynhausen”, betont Dr. Karin Overlack, Geschäftsführerin des HDZ NRW. “Damit werden wir in die Lage versetzt, unseren Bereich für Kinder und Jugendliche mit schwerster Herzschwäche zukunftsweisend auszurichten. Patientinnen und Patienten mit einer künstlichen Herzunterstützung (sog. VAD-System) sowie vor und nach einer Herztransplantation, die oft monate-, in Einzelfällen sogar jahrelange Klinikaufenthalte benötigen, erhalten damit eine speziell auf sie zugeschnittene Umgebung. Zugleich wird durch deren Neuverortung Raum für andere, kürzer liegende Fälle geschaffen, für die z.T. trotz eines immensen Bedarfs kein kurzfristiger Platz frei ist.”
Das Zentrum für angeborene Herzfehler und Kinderherzzentrum am HDZ NRW ist in Nordrhein-Westfalen das einzige Herztransplantationszentrum für Kinder und Jugendliche. Bisher werden in keiner anderen Einrichtung in Deutschland zeitgleich so viele junge Patienten mit künstlichen Herzunterstützungssystemen versorgt wie hier. Vielfach dient die Behandlung dazu, die Wartezeit auf ein Spenderherz zu überbrücken. Mitunter kann sich ein krankes Herz aber auch am implantierten System erholen.
Sowohl Einbau, Ausbau als auch Herztransplantationen sind Operationen mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, die besonders aufwändig sind und mehrere Stunden dauern. Für die Behandlung schwerst herzkranker Kinder und Jugendlicher mit einem Kunstherzen sind speziell ausgebildete Ärzte, Pflegefachkräfte, VAD-Koordinatoren, Psychologen und Physiotherapeuten über einen monate- bis jahrelangen stationären Versorgungszeitraum eingebunden. Die langen Aufenthalte zwischen Hoffen und Bangen sind sowohl für die kleinen Patienten selbst als auch für ihre Familien zermürbend, die Decke fällt ihnen fast wörtlich auf den Kopf, gerade, wenn die Unterbringung in Räumlichkeiten ohne echte Privatsphäre auf Normal- oder Intensivstation erfolgt.
Mit den konkreten Planungen für die Baumaßnahme am Grundstück Wielandstraße in unmittelbarer Anbindung an das Kinderherzzentrum wird das HDZ NRW unverzüglich beginnen. Da die Kindertagesstätte bereits umgezogen ist, hoffen wir auf einen relativ raschen Beginn der abschließend notwendigen Umzugs-, dann Abrissarbeiten. Mit der Fertigstellung des Gebäudes, das neben einer Bettenstation für die schwerst herzinsuffizienten Kinder und einem Kinderherz-OP auch eine eigenfinanzierte Büroetage vorsieht, rechnen wir aktuell in 2029.
Weitere Informationen:
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Medizinische Fakultät OWL (Universität Bielefeld)
Unternehmenskommunikation
Leitung: Anna Reiss, Pressesprecherin
Georgstr. 11
32545 Bad Oeynhausen
Tel. 05731 97-1955
Fax 05731 97-2028
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