Herz- und Diabeteszentrum NRW

Begrüßung der neuen Chefärztin

Bereits im Herbst 2016 war die Chefarztstelle der Kardioanästhesie ausgeschrieben worden. Mehr als ein Jahr nahm das sorgfältige Berufungsverfahren der Ruhr-Universität Bochum in Anspruch. Am 7. März wurde Prof. Dr. Vera von Dossow jetzt herzlich im Herz- und Diabeteszentrum NRW begrüßt, die das Institut für Anästhesiologie und Schmerztherapie am HDZ NRW von nun an gemeinsam mit Prof. Dr. Uwe Schirmer leiten wird.

Geschäftsführerin Dr. Karin Overlack begrüßte die "überzeugte Kardioanästhesistin" und "faszinierende Führungspersönlichkeit" vor 100 Gästen im Hörsaal des HDZ NRW, bevor der Dekan der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Ralf Gold, die Ernennungsurkunde überreichte.

"Eine W3-Professur für Kardioanästhesie ist einmalig in Deutschland", betonte Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des HDZ NRW und Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie. "Es ist der strategischen Weitsicht der medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum zu verdanken, damals mit der Berufung von Prof. Schirmer diese Professur am HDZ einzurichten. Sie unterstreicht den Anspruch des HDZ - Klinikum der Ruhruniversität Bochum - als international bekanntes und für seine Qualität geschätztes Zentrum für kardiovaskuläre Erkrankungen. Ich bin mir sicher, dass Sie erfolgreich diesen Ruf durch Ihre Kompetenz im kardiovaskulären Bereich weiter stärken werden."

Die Chefärzte der Anästhesiologie kennen sich aufgrund langjähriger Zusammenarbeit im Arbeitskreis für Kardioanästhesie der deutschen Fachgesellschaft. "Es warten viele Aufgaben in der Lehre, Forschung und klinischen Tätigkeit auf uns", bestätigte Prof. Schirmer in seinem Willkommensgruß. Er sei gewiss, diese gemeinsam mit einem sehr erfahrenen Team von Anästhesisten, Pflege- und Funktionskräften mit der chefärztlichen Doppelspitze zu meistern.

Prof. Dr. Vera von Dossow hat ihr Studium der Humanmedizin an der Freien Universität Berlin absolviert. Nach der Facharztausbildung und Ernennung zur Oberärztin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, Promotion und Habilitation wechselte sie 2009 an die Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie als Oberärztin in der Klinik für Anästhesiologie (Klinikdirektor: Prof. Dr. B. Zwißler) tätig war. Neben der Mitgliedschaft im wissenschaftlichen Arbeitskreis Kardioanästhesie und Intensivmedizin ist Prof. von Dossow in der Kommission Telemedizin und Gerontoanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der postoperativen neurokognitiven Funktionsstörungen in der Herz- und Thoraxanästhesie mit besonderem Anliegen für die Patientensicherheit.

Als gebürtige Berlinerin falle ihr der Wechsel von München nach Ostwestfalen nicht schwer, betonte die neue Chefärztin in ihrem Antrittsvortrag, in dem sie die Kardioanästhesie als Bildungsmotor skizzierte und darin auf die großen Fortschritte der Herzchirurgie, Kardiotechnik und Medizintechnik des letzten Jahrhunderts einging. Auch die Bedeutung der Kommunikation im Arzt-Patienten- wie im Arzt-Arzt-Gespräch wurde dabei nicht außer Acht gelassen. Den Kommunikationsaufgaben im HDZ NRW kann die erfahrene Medizinerin dagegen ebenfalls höchst zuversichtlich entgegensehen. Denn auch in dieser Hinsicht spricht sie mit Prof. Schirmer, ebenfalls aus Berlin, eine gemeinsame Sprache.

 

 

 

Willkommen im Hörsaal des HDZ NRW: (v.l.) Dr. Karin Overlack, Prof. Dr. Jan Gummert, Prof. Dr. Vera von Dossow, Prof. Dr. Ralf Gold (Foto: Armin Kühn).