Neben dem interventionellen Aortenklappenersatz befasst sich das interdisziplinäre Schwerpunkt-Team „Strukturelle Herzerkrankungen“ mit der individualisierten kathetergestützten Behandlung der Mitral- und Trikuspidalklappeninsuffizienz.

Sowohl im Rahmen der präinterventionell notwendigen Routineuntersuchungen als auch während des Eingriffs selbst werden zahlreiche spezifische Parameter erhoben, deren systematische Auswertung in wissenschaftlichen Arbeiten unserer Klinik, nationalen Registern und internationalen Studien für die Weiterentwicklung der Therapieverfahren von hoher Relevanz ist. Die Verarbeitung dieser Daten bzw. die Teilnahme an einer Studie erfolgt ausschließlich nach entsprechender Aufklärung und Einwilligung des Patienten. Neben differenzierten Voruntersuchungen wird besonderer Wert auf eine sorgfältige Nachsorge im ambulanten Bereich unserer Klinik gelegt, um den Therapieerfolg bestmöglich beurteilen und nachverfolgen zu können. Ziel dieser Abläufe und wissenschaftlichen Analysen ist es, die Patientenselektion der jeweiligen Behandlungsmethoden optimieren zu können, um letztlich für jeden Einzelnen die bestmögliche Therapie anbieten zu können.

Wir beteiligen uns als von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziertes Mitralklappenzentrum an zahlreichen nationalen und internationalen Studien. Diese umfassen die Behandlung mit dem MitraClip, dem Pascal-System, dem Cardioband der Mitralklappe und dem kathetergestützten Mitralklappenersatz (TIARA). Die neuen kathetergestützten Verfahren zur Behandlung der Trikuspidalklappeninsuffizienz (Trikuspidal-Clip, Pascal-System, Cardioband der Trikuspidalklappe) werden in unserer Klinik und in Kooperation mit weiteren nationalen und internationalen Herzklappenzentren ebenfalls wissenschaftlich untersucht.

Im Rahmen eines geplanten Verbundforschungsprojektes werden außerdem neue Bildgebungsverfahren und optimierte funktionelle Untersuchungen angewendet, die dazu dienen, die Mechanismen der Krankheitsprogression vor allem im Rahmen der Trikuspidalinsuffizienz vor und nach der jeweiligen Intervention besser zu verstehen. In Kombination mit komplementären präklinischen Projekten im Bereich der Grundlagenforschung soll die Therapieentscheidungsfindung in Zukunft optimiert und individualisiert werden können.   

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