Ursache für die peripher arteriellen Verschlusserkrankungen (pAVK) ist die Gefäßverkalkung (Atherosklerose) mit Flusslimitierung in den Gefäßen durch Engstellen oder Verschlüssen. Durch eine älter werdende Bevölkerung und der Zunahme beteiligter kardiovaskulärer Risikofaktoren wie Adipositas und Diabetes mellitus wird in den kommenden Jahren mit einem deutlichen Anstieg der pAVK gerechnet. Die optimale medikamentöse und interventionelle Behandlung der pAVK bei Diabetiker und Nicht-Diabetiker ist der Fokus in unserer Klinik und Forschung.
pAVK und diabetisches Fusssyndrom
Gemeinsam mit dem Diabetes- und Wundzentrum des HDZ NRW versorgen wir zahlreiche Patientinnen und Patienten mit diabetischem Fussyndrom und pAVK. In mehreren klinischen Studien untersuchen wir die optimale interventionelle Versorgung dieser Patientinnen und Patienten, z.B. ob Wiederherstellung der arteriellen Perfusion mittels selbst-resorbierendem Stent von Vorteil gegenüber der Behandlung mit einem unbeschichteten Ballon ist.
pAVK und Fettstoffwechselstörungen
Eine häufige (Mit-)Ursache für peripher arterielle Verschlusserkrankungen sind Fettstoffwechselstörungen, auch als Hyperlipidämie oder Hypercholesterinämie bezeichnet. Wir nehmen fortlaufend an internationalen, randomisierten Studien teil, in denen innovative Therapeutika zur Behandlung von Fettstoffwechsel untersucht werden.
Intra-hospitäres pAVK Screening
Die Atherosklerose (Gefäßerkrankung) betrifft nicht nur die Herzkranzgefäße sondern alle Gefäße des Körpers, insbesondere die Gefäße der Beine. Deshalb untersuchen („screenen“) wir alle stationären Patientinnen und Patienten mittels Erfassung des Knöchel-Arm Index (englisch: ABI) bezüglich einer pAVK. Aktuell erstellen wir ein Register in dem wir nach Assoziationen zwischen dem ABI und weiteren Parametern suchen (z.B. intra-hospitäre Komplikationsrate, Herzfunktion, u.a.).
Ansprechpartner
- Marco Köster
- Dr. Florian Willecke (Publikationsliste (PubMed))
