Ziel der Arbeitsgruppe ist die Optimierung der gerinnungshemmenden Therapie mit verschiedenen Substanzen, den verschiedenen Vitamin-K-Antagonisten sowie der direkten oralen Antikoagulantien (DOAK) und "Point-of-Care Systemen" bei unterschiedlichen akuten und chronischen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und nach Implantation von mechanischen Herzklappenprothesen. Die Interaktion von Antikoagulantien mit Thrombozytenaggregationshemmern im Hinblick auf Blutungskomplikationen und thromboembolische Ereignisse bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen.

Es wurden Studien zur optimalen Dosierung der oralen Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass die Stabilität der Antikoagulation bedeutsamer ist als die Intensität der Antikoagulation. Patienten mit niedriger Intensität und stabiler Einstellung zeigten die geringsten Komplikationsraten. Das Selbstmanagement der Antikoagulation ist dem konventionellen Management durch den Hausarzt überlegen. Es finden Untersuchungen zur Kombinationsbehandlung mit oralen Antikoagulantien sowohl von Vitamin-K-Antagonisten als auch von DOAKs mit Thrombozytenaggregationshemmern z.B. bei Patienten mit Vorhofflimmern und koronarer Herzkrankheit mit Stentimplantation statt. Besondere Beachtung wird der Umstellung von einem Antikoagulanz auf ein anderes Präparat mit anderem Wirkansatz zuteil.

In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Ingvild Edda Birschmann (Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin) werden die Abklingquoten der DOAK durch Spiegelbestimmungen im Blut vorgenommen. Desweiteren werden Patienten mit auffällig häufigen thromboembolischen Ereignissen sowie andererseits erhöhten spontanen Blutungen differenzialdiagnostisch analysiert.

Ansprechpartner

Prof. Dr. med. C. Piper (Publikationsliste (PubMed))