Das Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, hat als erstes Klinikum im Kreis Minden-Lübbecke das Qualitätssiegel MRSA erhalten. Das MRE Netzwerk Nordwest ist ein Qualitätsnetzwerk zur Verbesserung der Vorbeugung Antibiotika-resistenter Krankenhausinfektionserreger. Es wird vom Bundesministerium für Gesundheit und der Universität Münster gefördert.

Qualitätssiegel MRSA

Im Rahmen des Qualitätsnetzwerks MRE Nordwest haben Akutkrankenhäuser, die Mitglieder des Netzwerks sind, die Möglichkeit durch das Erfüllen zehn definierter Qualitätsziele das „Qualitätssiegel MRSA“ zu erwerben.

Die Einhaltung bzw. Erfüllung der Qualitätsziele wird parallel von den für das jeweilige Krankenhaus zuständigen kommunalen Gesundheitsämtern, dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) - vormals LIGA NRW - und vom Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster bewertet. Das Qualitätssiegel wird für einen Zeitraum von jeweils zwei Jahren vergeben.

MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) ist einer der wichtigsten Antibiotika-resistenten Erreger von Krankenhausinfektionen in Deutschland. Die Prävention von MRSA durch die Einhaltung von Hygienemaßnahmen ist deshalb ein herausragendes gesundheitspolitisches Ziel.

Hygiene im Herz- und Diabeteszentrum NRW

Kranke oder frisch operierte Menschen sind äußerst anfällig für Einflüsse von außen. Hygiene und Sauberkeit sind daher in jedem Krankenhaus ein wichtiges Thema.

Nosokomiale Infektionen und resistente Bakterien haben eine erhebliche Bedeutung und stellen eine ständige Herausforderung für Kliniker und Hygienepersonal dar. Das Hygieneteam des Herz- und Diabeteszentrums tut in einer Zeit immer knapper werdender personeller und finanzieller Ressourcen unter fachärztlicher Anleitung alles Notwendige und Sinnvolle, um Kolonisationen und Infektionen zu vermeiden und eine Weiterverbreitung resistenter Mikroorganismen zu verhindern. Die Hygienemaßnahmen im HDZ NRW gehen dabei über die nationalen Richtlinien und Empfehlungen des Robert Koch Instituts (RKI) hinaus. Umfassende Aufnahmeuntersuchungen der Patienten und innovative Methoden wie die molekulare Erregerdiagnostik und Massenspektrometrie tragen dazu bei, eine Besiedlung mit resistenten Erregern, wie z.B. MRSA, schnell zu erkennen und innerhalb weniger Stunden handeln zu können.

Eine vollständige Hygienedokumentation und ein ausgeklügeltes Beratungs- und Schulungskonzept schaffen Sicherheit und sorgen für die nötigen Informationen und den aktuellen Kenntnisstand aller Mitarbeiter. Sämtliche mikrobiologischen Untersuchungen erfolgen im Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin des HDZ NRW.

Aktuelle Kennzahlen wichtiger Qualitätsindikatoren werden als Steuerungsinstrument genutzt, um das Hygienemanagement stets den neuen Gegebenheiten anzupassen.

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