Die stetig steigende Anzahl unserer Patienten und der Operationen hat seit 2009 auch die Narkosezahlen deutlich wachsen lassen. Seit vielen Jahren führt unser Institut jährlich mehr als 6.000 Narkosen durch. Im vergangenen Jahr waren es genau 6.478 Narkosen, davon 5.160 im Zentral-OP und 1318 außerhalb des Zentral-OP*.

Narkosezahlen

Die Verteilung auf die verschiedenen Eingriffe und Altersgruppen wechselt gering fügig von Jahr zu Jahr:

  • für Herzoperationen mit und ohne Herzlungenmaschine: ca. 4.000 Narkosen
  • bei Patienten unter 18 Jahren: ca. 400 Narkosen
  • davon bei Kindern unter 1 Jahr: ca. 190 Narkosen
  • bei Patienten über 80 Jahre: ca. 1.000 Narkosen
  • bei komplexen Eingriffen der Kardiologie: ca. 300 Narkosen
  • außerhalb des Zentral-OP*: ca. 1.300 Narkosen

*Außerhalb des Zentral-OP sind die wichtigsten Narkosearbeitsplätze in der Radiologie (Computertomogramm (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), PET), in den Herzkatheterlaboren, im Not-OP und auf den Intensivstationen.

Narkoseprotokoll und Dokumentation

Unser Narkoseprotokoll wird papierlos geführt, d.h. alle relevanten Daten werden elektronisch erfasst und gespeichert. Dafür haben wir überall dort, wo wir eine Narkose einleiten oder führen einen Bildschirm und eine Tastatur.

Wir verwenden eine spezielle Software, ein sog. Patienten-Daten-Management-System (PDMS), das über das krankenhausinterne Netzwerk mit der Krankenhaus-EDV verbunden und in diese integriert ist.

Während der Narkose werden alle Werte von den verschiedenen Überwachungsmonitoren und vom Narkosebeatmungsgerät sowie die Labordaten der regelmäßig durchgeführten Blutuntersuchungen automatisch vom PDMS übernommen und, vergleichbar mit einem Fahrtenschreiber, automatisch in das Narkoseprotokoll eingetragen. Alle Daten der Patientenüberwachung werden lückenlos und absolut korrekt dokumentiert, Diagnosen, Operationen, Allergien, Vorerkrankungen und alle Medikamentengaben sind in dem Protokoll übersichtlich erfasst.

Werden Bluttransfusionen oder Medikamente zur Verbesserung der Gerinnung notwendig, werden die Strichcodes der Präparate eingescannt und ebenfalls automatisch im Protokoll eingetragen.

Nach Abschluß der Narkose werden alle Daten in das Krankenhausinformationssystem übertragen und dort gespeichert. Bei Bedarf können wir uns einzelne Narkoseverläufe auch später anschauen und kritische Situationen genauer analysieren. Im Rahmen der abteilungsinternen Fortbildung  werden lehrreiche Verläufe vorgestellt und diskutiert.

Da wir seit vielen Jahren über diese Möglichkeit der unbestechlichen und lückenlosen Dokumentation verfügen, haben wir einen riesigen Speicher an Daten der Narkoseverläufe, den wir für die interne Qualitätssicherung und wissenschaftliche Fragestellungen nutzen. Mit entsprechenden Auswertungen, die nur anonymisiert ohne Patientennamen oder Geburtsdatum erfolgen können, konnten wir schon einige Verbesserungen für die Patientenversorgung erreichen oder für wissenschaftliche Publikationen nutzen.