Der Hybrid-OP ist eine Kombination aus einem Herzkatheterlabor mit entsprechender Röntgentechnik und einem Operationssaal.

Leistungsspektrum

In diesem Saal befindet sich auf 78 Quadratmetern eine hochmoderne Ein-Ebenen-Röntgenanlage mit vollwertiger digitaler Röntgentechnik (u.a. DSA= Digitale Subtraktionsangiographie). Mittels Kontrastmittel ist eine Darstellung des Herzens, der Koronararterien und -venen sowie der großen Gefäße des Körpers (Aorta) einschließlich 3-D Rekonstruktionen durch eine Rotationsangiographie in hoher Qualität möglich.   

Des Weiteren ist der Hybrid-OP-Saal mit der gesamten Medizintechnik ausgestattet, die für eine konventionelle Herzoperation benötigt wird.

Auf zwei großen Monitoren werden alle wichtigen Informationen, darunter Daten der Echokardographie, der Echokardiographie, des EKG, Druckkurven, Röntgenbilder u.a., zeitgleich abgebildet.

Im Hybrid-Operationssaal werden vor allem TAVI Prozeduren, Implantationen von Devices zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) oder implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) sowie endovaskuläre Reparaturen thorakaler Aortenerkrankungen (TEVAR) durchgeführt. Auch Eingriffe bei herzkranken Kindern bedürfen in manchen Fällen sowohl der Medizintechnik, der Kardiologie als auch der Herzchirurgie.

Echte Hybrid-Eingriffe sind Prozeduren, bei denen im Rahmen einer offenen chirurgischen Operation durch die vorherige, gleichzeitige oder nachgeschaltete Kathetertechnik der Eingriff entweder durchgeführt oder ergänzt wird. Der Vorteil besteht darin, dass hierdurch bestimmte Eingriffe mit dem Katheter erst ermöglicht werden, indem z.B. die Implantation einer künstlichen Mitralklappe durch einen Katheter erfolgt, nachdem zuvor die Herzspitze durch den Chirurgen freigelegt wurde.