Jeder vierte Mensch leidet unter chronischen Schlafstörungen, sie begünstigen die Entstehung von Bluthochdruck, Rhythmusstörungen und koronarer Herzerkrankung mit der möglichen Folge eines Schlaganfalls oder Herzinfarktes.

Ursachen und Symptome chronischer Schlafstörungen

Eine häufige Ursache für Schlafstörungen ist die Schlafapnoe. Oft wird sie durch unregelmäßiges Schnarchen ausgelöst, es kommt dann zu Atemaussetzern und als Folge davon zu einer Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff. Dabei werden Stresshormone freigesetzt, die in Verbindung mit Sauerstoffmangel Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen oder sie verschlimmern können.

Eine spezielle Form der Schlafapnoe ist die Cheyne-Stokes-Atmung. Hierbei kommt es zu einem ständigen Wechsel der Atemzugtiefe und sich wiederholenden Atempausen.

Diagnostik zur Feststellung von Schlafapnoe

Zur Abklärung einer Schlafapnoe, die mit einer ausgeprägten Tagesmüdigkeit einhergeht, werden unterschiedliche apparative Verfahren zur ambulanten Diagnostik eingesetzt. Sehr oft erfolgt die Diagnose im Schlaflabor. Dort werden mit Hilfe von Sensoren oder Elektroden der Atemfluss, die Sauerstoffsättigung, der Puls, die Körperlage sowie Schnarchgeräusche, Hirnströme und die Schlafstadien analysiert.

Behandlung bei schlafbezogenen Atmungsstörungen

Maskensysteme

Bei der effektivsten Therapiemethode der Schlafapnoe werden die Atemwege quasi "geschient", indem über eine Nasen- und/oder Mund-Maske und ein entsprechendes Schlauchsystem Luft unter leichtem Überdruck zugeführt wird. Trotz Erschlaffung der Muskulatur werden die Atemwege hierdurch offen gehalten, was ein freies Durchatmen ermöglicht und einen erholsamen Schlaf gewährleistet.

Die heute verfügbaren Maskensysteme sind klein, leicht und meist angenehm zu tragen. Moderne Generatoren berechnen automatisch den erforderlichen Therapiedruck und ermöglichen eine effektive Behandlung, die die Herzfunktion verbessert und sich bei regelmäßiger Anwendung lebensverlängernd auswirkt.


Zwerchfellschrittmacher

Bei der Cheyne-Stokes-Atmung werden unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen im HDZ NRW neuere Beatmungsverfahren oder auch spezielle Schrittmachersysteme eingesetzt. Das geschieht mit einem Spezialgerät, das die nächtliche Atmung sowie den Sauerstoffgehalt im Blut überwacht. Der Schlaf der Patienten wird dadurch nicht gestört bzw. sogar verbessert.

Wird eine nächtliche Atmungsstörung diagnostiziert und ihre Behandlung als notwendig angesehen, kann diese bereits in der Folgenacht eingeleitet werden. Die Kardiologen des HDZ erwarten durch eine effektive Behandlung der Atmungsstörung eine Optimierung ihrer kardiologischen Therapie und eine Verbesserung der Prognose für herzkranke Patienten.

Zwerchfellschrittmacher

Ansprechpartner Schlafbezogene Atmungsstörungen und Herzerkrankungen