Luftnot bedeutet für Patienten häufig ein bedrohliches, den Alltag und die Lebensqualität einschränkendes Symptom. Umso wichtiger ist hier eine gründliche Abklärung, welche letztendlich in einer auf den Patienten und sein Krankheitsbild zugeschnittenen optimalen Therapie münden sollte. Dies stellt für die Behandler eine große Herausforderung dar, da die Ursachen vielfältig sein können und oftmals durch Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems als auch der Atmungsorgane bedingt sind. 

Krankheitsbild Pulmonale Hypertonie

Eine schwierig zu diagnostizierende Erkrankung als Ursache für unklare Luftnot ist der Lungenhochdruck, die sogenannte Pulmonale Hypertonie. Diese ist definiert als eine Erhöhung des pulmonalarteriellen Mitteldrucks auf ≥25mmHg und wird nach aktuell Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie und der Europäischen Gesellschaft für Pneumologie in 5 verschiedene Klassen unterteilt:

  1. Hochdruck der Lungenarterien
  2. Lungenhochdruck bei Erkrankungen des linken Herzens
  3. Lungenhochdruck bei Lungenerkrankungen und/oder chronischem Sauerstoffmangel
  4. Lungenhochdruck durch Lungenembolien
  5. Lungenhochdruck aufgrund verschiedener oder unklarer Ursachen 

Diagnostik bei Pulmonaler Hypertonie

Ein interdisziplinäres Team aus Kardiologen, Pneumologen, Radiologen, Nuklearmedizinern, Herz- und Thoraxchirurgen, Spezialisten für angeborene Herzfehler sowie ggf. Rheumatologen, Hämatologen und Pathologen ist notwendig, um dieses facettenreiche Krankheitsbild vollumfänglich zu diagnostizieren. Zu den diagnostischen Verfahren gehören:

  • Links- und Rechtsherzkatheteruntersuchung
  • Radiologische Bildgebung der Lunge, des Herzens und der Gefäße inklusive CT der Lunge, MRT des Herzens, PET-CT
  • Szintigraphie der Lunge
  • Bronchoskopie einschl. Gewebeentnahmen
  • Endoskopie der Pleura (Brustfell) und des Mediastinums (Mittelfellraum)
  • Spezifische Laboruntersuchungen

Behandlung bei pulmonaler Hypertonie

Das Zentrum für pulmonale Hypertonie hat sich in Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen des Herz- und Diabeteszentrums auf die oben genannten diagnostischen und therapeutischen Verfahren spezialisiert, um Patienten mit unklarer Dyspnoe und Verdacht auf pulmonale Hypertonie eine vollumfängliche Diagnostik zu ermöglichen.

Zudem können den Patienten alle derzeit verfügbaren Therapiemodalitäten bis hin zur Herz- und/oder Lungentransplantation in Zusammenarbeit mit dem transplantationsmedizinischen Zentrum des Hauses angeboten werden.

Ansprechpartner Lungenhochdruck

  • PD Dr. med. Thomas Bitter

    Facharzt für Innere Medizin / Kardiologie / Pneumologie

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  • Dr. med. Werner Scholtz

    Facharzt für Innere Medizin / Kardiologie
    Zusatzqualifikation Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (DGK)
    Zusatzqualifikation Interventionelle Kardiologie (DGK)

    Leitung Herzkatheterlabor
    Leitung Ambulanz für angeborene Herzfehler im Erwachsenenalter

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