Die genetische Untersuchung angeborener Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Kardiogenetik) ist eine relativ neue Diagnostik in der Kardiologie. Beispiele für solche "familiären" Erkrankungen sind bestimmte Herzrhythmusstörungen, Herzmuskel- und Gefäßerkrankungen sowie Stoffwechselstörungen. "Familiär" bedeutet, dass der Patient eine genetische Veränderung (Mutation) besitzt, die er vom Vater oder von der Mutter geerbt hat und an seine Kinder mit einer meist 50-prozentigen Wahrscheinlichkeit weiter vererbt.

Anwendung

Patienten des HDZ NRW

Die genetische Diagnostik trägt dazu bei, die genaue Krankheitsursache beim Patienten zu finden und diese nachfolgend auch bei Verwandten entweder nachzuweisen oder auszuschließen. Mit Hilfe der Gendiagnostik von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist es ferner möglich, den genauen Erkrankungstyp zu charakterisieren, dazu passende Therapieempfehlungen zu geben und eine Risikoabschätzung für den Patienten und seine Verwandten vorzunehmen. Als Untersuchungsmaterial genügt eine kleine Blutprobe, aus der die DNA (Träger der Erbinformation) isoliert und gelesen wird.

Sollte dabei eine Mutation gefunden werden, wird der Patient umfassend über seinen genetischen Defekt und die sich daraus ergebenden Therapieschritte informiert. Das schließt auch die Empfehlung zu einer weitergehenden kardiologischen oder eventuell fachhumangenetischen Beratung ein.


Ambulante Patienten

Über sein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit dem größten Krankenhauslabor der Region bietet das HDZ NRW auch den ambulanten Patienten niedergelassener Ärzte (Hausärzte, Internisten, Kardiologen, Pädiatern, etc.) das gesamte Spektrum neuester kardiovaskulärer Gendiagnostik an.

Kontakt

Nähere Informationen erhalten Sie bei den zuständigen ärztlichen und wissenschaftlichen Mitarbeitern der Klinik für Kardiologie und unter unserer Hotline: 05731/97-1393

Ansprechpartner KardioGenetik