Ultraschallgeräte arbeiten mit Schallwellen, die das menschliche Ohr nicht wahrnehmen kann. Ein auf der Haut aufgesetzter oder auch in Körperöffnungen vorgebrachter Schallkopf (z. B.: transösophageale Echokardiagraphie durch die Speiseröhre bzw. "Schluck-Echo") schickt dabei kurze Impulse in denjenigen Körperteil, der untersucht werden soll. Von den Gewebeschichten werden diese Impulse unterschiedlich stark reflektiert, so dass ein Computer aus dem Echo der Schallwellen Bilder errechnen kann.

Anwendung

Organstrukturen lassen sich so in unterschiedlichen Graustufen sichtbar machen, Blutströmungen können als "Farbwolken" dargestellt werden. Spezielle Ultraschallverfahren ermöglichen zusätzliche Erkenntnisse über die Feinstruktur und die Funktion des untersuchten Gewebes, im Fall der Echokardiographie der des Herzens. Ultraschalluntersuchungen gelten als harmlos und können daher, im Gegensatz zu Strahlen-belastenden z.B. Röntgen-Untersuchungen, ohne Probleme wiederholt werden.

Ultraschall-Untersuchungen können auch unter fahrradergometrischer oder medikamentöser Belastung (Stress-Echokardiographie) erfolgen zur Aufdeckung von Störungen, die sich in der "normalen" Ruhe-Untersuchung nicht zeigen. So kann beispielweise bei Koronarerkrankungen festgestellt werden, ob alle Wandabschnitte der linken Herzkammer vital sind, oder ob eine Durchblutungsstörung im Bereich der Herzkranzgefäße vorliegt.

Modern ausgestattet

Derzeit verfügt die Klinik für Kardiologie über 10 moderne Ultraschall-Geräte speziell zur Untersuchung des Herzens und der Blutgefäße. Neben der Routine-Diagnostik (aktuell ca. 16.000 Untersuchungen) liegen wissenschaftliche Schwerpunkte auf dem Gebiet der Kardiomyopathien, der Herzklappenerkrankungen, der Diagnostik entzündlicher Herzerkrankungen sowie der Analyse der ventrikulären Funktion mit speziellen Ultraschallmethoden. Bilddokumente und Befunde aller Untersuchungen seit 1999 stehen in einem digitalen Bildarchiv zur Verfügung.