Die Bronchoskopie (Spiegelung der Atemwege) hat zentrale Bedeutung in der Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen. Krankhafte Veränderungen der Atemwege können direkt erkannt und mittels Gewebeentnahmen und Spülverfahren weiterführend abgeklärt werden. Zudem sind auch therapeutische Eingriffe wie die Stillung von Blutungen in den Atemwegen, Beseitigung von Engstellen, Einsetzen von Gewebsstützen (Stents) oder Durchführung von Luftröhrenschnitten (Tracheotomie) möglich.

Untersuchung und Vorbereitung

Bronchoskopien können stationär als auch ambulant durchgeführt werden. Die Dauer beträgt zumeist 10-15 Minuten. Sie kann bei wachem Patienten unter beruhigenden Medikamenten als auch gelegentlich unter Vollnarkose erfolgen.

Patienten sollten vor einer Bronchoskopie nüchtern sein, d.h. mindestens 6 Stunden nicht mehr gegessen und 2 Stunden nichts mehr getrunken haben. Zur Untersuchung sollte eine aktuelle Bildgebung (Röntgen und/oder CT-Thorax), eine aktuelle Lungenfunktion als auch ein aktuelles Labor (Gerinnung, Blutbild, Blutgasanalyse) sowie eine Einverständniserklärung des Patienten vorliegen.

Nach der Untersuchung ist eine Nachbeobachtung von 1-2 Stunden sowie ggf. die Anfertigung eines Röntgenbildes erforderlich.

In den ersten 24 Stunden nach der Untersuchung treten gelegentlich Übelkeit und Fieber auf. Bei Entnahme von Gewebsproben kann es zudem zu einem leichten Bluthusten kommen.