In der Klinik für Kinderherzchirurgie und angeborene Herzfehler werden alle Arten von angeborenen Herzfehlbildungen an Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Erwachsenen behandelt. Die können so schwerwiegend und so komplex sein, dass daran unbehandelt rund 25 Prozent der Kinder im ersten Lebensmonat und 60 Prozent innerhalb des ersten Lebensjahres sterben. Diese Patienten sollten daher möglichst schnell therapiert werden. Die Erfolge nach medizinischen Eingriffen hängen oft davon ab, ob sie so früh wie möglich erfolgen. Spätkorrekturen erhöhen dagegen die Risiken von Herzversagen und sind häufig die Ursache einer bleibenden Herzschwäche.

Die Klinik für Kinderherzchirurgie hat sich über Deutschland hinaus einen Namen gemacht. Ihre hohe Erfolgsquote entspricht europäischen Spitzenwerten. Diese überragenden Ergebnisse haben Klinik-Direktor Dr. Eugen Sandica und seinem Team zu großem Ansehen verholfen.

Behandlungsspektrum der Chirurgie angeborener Herzfehler bei Neugeborenen

Behandlungsspektrum der Chirurgie angeborener Herzfehler bei Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen

Die meisten Kinder mit Vorhofscheidewanddefekt (ASD), persistierendem Ductus Botalli (PDA), Aortenisthmusstenose, Aortenklappenstenose und Pulmonalklappenstenose können in unserem Zentrum erfolgreich durch Herzkatheter-Eingriffe (interventionelle kardiologische Eingriffe) behandelt werden. Nur Patienten, für deren Erkrankung eine solche Behandlung nicht geeignet ist, werden konventionell operiert.

Behandlungsspektrum der Chirurgie angeborener Herzfehler bei Erwachsenen

Kinderherzchirurgie setzt Maßstäbe

Der hohe medizinische Leistungsstandard führt zu einem kontinuierlichen Anstieg der Einweisungen aus dem In- und Ausland. Erstmals wurden in 2015 mehr als 500 Patienten operiert, davon rund 360 unter Einsatz der Herz-Lungen-Maschine. Über 50 Prozent der operierten Kinder waren jünger als ein Jahr, rund 23 Prozent waren Neugeborene und etwa 10 Prozent Erwachsene. Die Kinderherzchirurgie verdankt ihr hohes Ansehen einem erfahrenen Spezialistenteam unter der Leitung von Chefarzt Dr. Eugen Sandica, der sich mit der Behandlung außergewöhnlich schwieriger Herzfehlerfälle einen Namen gemacht hat. Neue Maßstäbe in der Kinderherzchirurgie setzte er beispielsweise mit seinem erfolgreichen Eingriff an einem frühgeborenen Mädchens mit einem Körpergewicht von nur 660 Gramm - ein hochkomplizierter Eingriff am offenen Herzen. Das Herz des zierlichen Babys hatte lediglich die Größe einer Haselnuss. Die Kinderherz-Chirurgen und Chirurginnen besitzen zudem große Erfahrungen in der Transplantations-Medizin. Bislang wurden rund 150 Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen ein Spenderherz eingepflanzt. 

Niedrige Mortalitätsrate trotz Hochrisikofällen

Trotz des besonders großen Anteils von Hochrisiko-Fällen lag in 2012 die Mortalitätsrate in der Kinderherzchirurgie innerhalb der 30-Tage-Frist, die nach internationalem wissenschaftlichem Standard Aufschluss gibt über den Erfolg einer Operation, bei nur 1,6 Prozent. Mit diesem Wert zählt das HDZ NRW weltweit zu den erfolgreichsten Kinderherzkliniken.

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