Das Bewusstsein zur eigenen Ernährung steigt. Immer mehr Menschen denken über Herkunft, Art und Zusammensetzung von Lebensmitteln nach. Dennoch nehmen ernährungsbedingte Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und das Metabolische Syndrom mit Übergewicht bis Fettleibigkeit (Adipositas) in fast allen Altersgruppen zu.

Überernährung und Bewegungsmangel sind neben der gestiegenen Lebenserwartung Gründe dafür, dass zivilisationsbedingte Probleme wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Herzerkrankungen oder auch Krebs angestiegen sind. Bei der Kombination von Diabetes, Bluthochdruck und Übergewicht mit hohem Bauchumfang wird beispielsweise vom Metabolischen Syndrom gesprochen. Gesunde Ernährung ist hier -wie bei vielen anderen Erkrankungen- eine wichtige Säule der Therapie.

Oft liegen verschiedene Krankheitsbilder gleichzeitig vor. Nicht wenige Patienten mit Diabetes sind zusätzlich herzkrank. Die maßgeschneiderte Ernährungstherapie berücksichtigt gesundheitliche Belange und Wünsche des Patienten. So viel ändern wie nötig lautet das Prinzip. Trotzdem kann es sein, dass eine Begrenzung oder Erhöhung der Nährstoffzufuhr erforderlich wird. Bei Niereninsuffizienz müssen Phosphat, Kalium und Trinkmenge im Blick behalten werden, bei Diabetes Kohlenhydrate und Kalorien. Ein Proteinmangel kann sich ungünstig auf die Wundheilung auswirken. Der Körper sollte bedarfsgerecht mit Nährstoffen versorgt sein.

Diagnostik und Therapie

  • Erfassung des Ernährungszustandes (u.a. Gewicht, Fettverteilung, Nährwertstatus mittels Laboruntersuchung)
  • Spezielle Kostformen bei Mangel- oder Überernährung (hyper- oder hypokalorische Kost)
  • Ausgleich von Nährstoffdefiziten nach ärztlicher Verordnung
  • Enterale (Magensonde) und parenterale Ernährung (Nahrungsapplikation über Vene) bei besonderer Problemstellung
  • Therapiekonzepte für Patienten mit Magenentleerungsstörungen
  • Kostpläne bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder -allergien
  • Angebote zur Modifikation des Ernährungsverhaltens

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