Klinik für Kardiologie

Sport im Alter

"Sport im Alter" lautete das Thema einer Podiumsdiskussion, die am vergangenen Wochenende im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung der Klinik für Kardiologie unter der Leitung von Prof. Dr. Dieter Horstkotte im Herz- und Diabeteszentrum NRW (HDZ NRW), Bad Oeynhausen, stattfand. Gemeinsam mit den Oberärzten Privatdozent Dr. Frank van Buuren und Dr. Klaus-Peter Mellwig begrüßte Sportmoderator Sven Voss illustre Gäste, die mit ihren Erlebnissen als ehemalige Leistungssportler und Trainer zu einer beeindruckenden Diskussionsrunde beitrugen, die 65 sportbegeisterte Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Bann zog. Ab einem Alter von 30 Jahren macht sich der Abbau der körperlichen Leistungsfähigkeit in aller Regel deutlich bemerkbar, waren sich die Experten einig. Dass mit entsprechendem Training auch im fortgeschrittenen Alter noch hervorragende Ergebnisse im Profi-Handball möglich sind, belegte Frank Carstens, Trainer bei Bundesligist GWD Minden, mit den Beispielen seiner Kreisläufer und Rückraumspieler Magnus Jernemyr (Jg. 76) und Dalibor Doder (Jg. 79). Die Wahl der Sportart und die Trainingsintensität können jedoch die Verletzungsanfälligkeit erheblich beeinflussen. Das konnten Ex-Fußballer Horst Köppel und der ehemalige DDR-Rekordhalter im Zehnkampf und heutige Sportwissenschaftler Prof. Dr. Uwe Freimuth nur bestätigen. Dabei sei es jedoch nie zu spät, um mit moderatem sportlichen Training zu beginnen, betonte Dr. Mellwig. Wissenschaftliche Studien belegen den positiven Einfluss auf Herz, Kreislauf und Gefäße. Der Kardiologie empfiehlt im Alter mehrmals wöchentlich Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern oder Golf.

Bildunterschrift: v.l.n.r. Sven Voss (Moderation), Frank Carstens (GWD Minden), Alexander Waske (Tennis), Prof. Dr. Uwe Freimuth (Leichtathletik), PD Dr. Frank van Buuren (HDZ), Horst Köppel (Fußball), Dr. Klaus-Peter Mellwig (HDZ) und Heiner Brand (ehem. Handball-Bundestrainer) (Foto Armin Kühn).