Ausstellung vom 8. Oktober 2014 bis 12. Januar 2015
Schitteks nahes Verhältnis zur Architektur wird bei erster Betrachtung sofort eingängig. Lange Jahre, von 1997 bis zur Emeritierung2011, war er Professor für Gestaltung und Darstellung an den Universitäten in Paderborn und Hannover und stand dort in enger Verbindung zu Architekten, Landschaftsarchitekten, Designern und Inhabern und Studierendenanderer gestaltender Berufe. Zahlreiche Aufträge zur "Kunst am Bau" schärften seinen Blick für den bebauten Raum und für die urbane Umgebung. Schittek hatte zunächst sogar selbst Architektur studiert, war aber bald aus dieser "angewandten" Kunst ausgestiegen, um sich der freien Bildhauerei und Malerei zu widmen. Nur mutige Menschen wagen diesen Schritt.

"Konstruktion des Zufalls" nennt Schittek sein Prinzip, genauer noch "die Grammatik der Konstruktion des Zufalls". Dahinter steht eine interessante und originelle Herangehensweise. In seinen Gemälden herrscht eben weder die freie gestische Malerei vor noch handelt es sich bei den Kompositionen nur um gemalte Geometrie. Die instinktive Beherrschung der Gesetze der Proportion sorgen dafür, dass weder vordergründige Banalität noch aufgesetzte Komplexität entstehen, sondern eine Einfachheit der Linien und Flächen in ihrem Verhältnisuntereinander. Vorbereitet werden die großen Gemäldedurch eine freie Zeichnung, in der das Verhältnis von Licht und Schatten erprobt wird. Die Zeichnung wird dann gescannt und auf die Leinwand projiziert.