Kurzfristige Blutdruckänderungen können nur mit einer kontinuierlichen Blutdruckmessung (Beat-to-Beat-Analyse) erfasst werden. Die zur Verfügung stehen Systeme sind störanfällig, aufwendig und in der Anwendung teuer.

Kontinuierliche Blutdruckmessung

Aus einer Kombination unterschiedlicher Kreislaufparameter sollen Einflüsse auf diese Systeme und untersucht werden. Signale der kontinuierlichen EKG-Registrierung, der nichtinvasiven Blutdruckmessung am Finger, der Bestimmung der Atemtiefe und –schwankungsbreite, der nichtinvasive Messung des Sauerstoffgehalt im Blut (Oxymetrie) werden korreliert, um eine Optimierung der bisherigen nichtinvasiven Blutdruckmessung zu erreichen.

Gleichzeitig wird geprüft, welche zusätzlichen Parameter zur Sicherheit in der Bestimmung der Baroreflexsensibilität einen Beitrag leisten können.

Die Untersuchungen und Auswertungen werden durchgeführt in Kooperation mit: Univ.-Prof. Dr.-Ing. habil. Hagen Malberg, Institutsdirektor, Institut für Biomedizinische Technik, Technische Universität Dresden, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, 01069 Dresden.

Sympathikusmodulation

Der Sympathikus hat in der Regulation der Blutdruckhöhe eine entscheidende Bedeutung.

Die Einflüsse der Sympathikusmodulation auf Blutdruckhöhe, metabolischer Stoffwechsellage, Schlafapnoe und Lebensqualität werden untersucht bei modulierenden Verfahren in der Therapieanwendung wie die Baroreflexstimulation, renale Denervation und epidurale Rückenmarksstimulation (SCS). Die Wirkung wird auch durch die Bestimmung der MSNA (muscle sympathetic nerve activity) überprüft.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Jens Jordan, MH Hannover

Baroreflexstimulation

Die Stimulation des Karotissinus führt zu einer deutlichen Reduktion der Blutdruckhöhe, auch bei therapierefraktärer Hypertonie. Dies konnte in der DeBUT-HT-Studie (PI, Dr. S. Eckert) nachgewiesen werden.

Renale Denervation

Die renalen Denervation wird seit Jahren bei Patienten mit therapierefraktärer arterieller Hypertonie angewandt. Die Wirkmechanismen sind unbekannt. Diskutiert wird die Modulation des Symphatikus. Hierbei wird auch die Insulinresistenz günstig beeinflusst, wie erste Untersuchungen zeigten.

Epidurale Rückenmarkstimulation (SCS)

Auch bei der epiduralen Rückemmarksstimulation, z. B. zur Behandlung einer therapierefraktären Angina pectoris wird über die Modulation des Sympathikus ein blutdrucksenkender Effekt vermutet.

Ansprechpartner

Dr. med. S. Eckert (Publikationsliste (PubMed))