Degeneration der Skelettmuskulatur in myogelotischem Gewebe
Rückenschmerzen sind weitgehend ein subjektives Empfinden des Betroffenen. Anhaltende und atypische Schmerzen oder eine bestimmte Risikokonstellation können jedoch auf ein Krankheitszeichen hinweisen.

Im Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung wurden Patientengruppen, die unter Myogelosen leiden untersucht. Die Myogelosen sind meist druckempfindliche Verhärtungen der Muskulatur und wahrscheinlich auf eine ungewohnte Art der muskulären Belastung zurückzuführen. In der Literatur wird eine Ansammlung dieser tastbaren Verhärtungen auch als myofasziale Triggerpunkte (MTrPs) bezeichnet. Myogelosen lassen sich mit bildgebenden Verfahren unzureichend darstellen. Jedoch weist das umliegende Muskelgewebe strukturelle Veränderungen in Form von Degenerationen auf, die sich kernspintomographisch gut darstellen lassen.

Die Bestimmung des Fettanteils und die der Relaxationszeiten T1 und T2 in den betroffenen Muskelarealen erweisen sich als herausragende Messgrößen zur Analyse der Gewebszusammensetzung und zur Ermittlung des Schweregrades. Im Gegensatz zu bisherigen Biopsien stellt die MRT ein Verfahren dar, das es erlaubt den Krankheits-/Behandlungsverlauf nicht-invasiv zu untersuchen.