Bei ESCAT II begann die Randomisierungsphase 1998 und die Studie lief bis 2006. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 2.673 Patienten eingeschlossen, die in der statistischen Auswertung aufgenommen wurden. In 151 Fällen wurden andere Herzklappen wie St. Jude oder Medtronic Hall verwendet. Somit besteht die Grundgesamtheit für statistische Auswertungen aus 2.522 Patienten (49,5 % => Low-Dose Antikoagulation und  50,4% => Herkömmliche Antikoagulation).

Studienverlauf

Im weiteren Verlauf der verließen 532 Patienten die Studie. 

Aussteiger

In der Gruppe der Studienabbrecher war der häufigste Grund für den Ausstieg die Non-Compliance des Patienten (n=162). Ein weiterer häufiger Grund für den Ausstieg war, dass die Patienten nicht mit dem Messgerät zurecht kamen bzw. zu dem Messgerät kein Vertrauen hatten (n=102). Mehr Vertrauen zu dem Arzt gaben 92 Patienten als Ausstiegsgrund an und 74 Patienten hörten wegen Krankheit mit den Messungen auf. „Keine Interesse am INR-Selbstmanagement“ (n=19) spielte dagegen kaum eine Rolle. Ebenso spielten „zu hohe Reisekosten“ (n=7) und „keine Kostenübernahme des Messgerätes durch die Krankenkasse“ eine geringe Rolle. Für 45 Patienten war eine fehlende oder unzureichende Einführung in das INR-Selbstmanagement der Ausstiegsgrund. 26 Patienten haben die Studie ohne Angaben von Gründen vorzeitig beendet. 

Alters- und Geschlechterverteilung

Der jüngste Patient war 13 Jahre alt, der Älteste 82 Jahre. Das mittlere Alter betrug in der herkömmlichen Gruppe 59,9 Jahre und in der Low-Dose Gruppe 59,2 Jahre.  

Verteilung der operierten Vitien

Auf untenstehender Grafik ist zu sehen, dass 81 % der Patienten einen Aortenkalppenersatz (AKE) erhalten haben, 14,7 % einen Mitral- sowie 4,2 % einen Doppelklappenersatz. Des Weiteren haben 0,1 % der Patienten Trikuspidal- bzw. Trikuspidal- und Mitralklappenersatz erhalten.