Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
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Gastroenterologie
Die Gastroenterologische Funktionsabteilung am Herz- und Diabeteszentrum NRW besteht seit 1991. Die Fortschritte in der Kardiologie und Kardiochirurgie haben den vor 10-20 Jahren als nicht therapierbar angesehenen Patienten neue Perspektiven eröffnet.

Die Zahl der polymorbiden Patienten hat deutlich zugenommen. Somit war die Etablierung der Abteilung eine konsequente Folge dieser Entwicklung. Es geht darum, koexistente Erkrankungen, Folgeerkrankungen und auch die Nebenwirkungen von Medikamenten rechtzeitig zu erkennen und mitzubehandeln. Die Abteilung ist voll in das Behandlungskonzept des Hauses integriert.

Die von uns untersuchten und mitbehandelten Patienten werden aus den verschiedenen Kliniken des Hauses in die Abteilung zur konsiliarischen Diagnostik und Mitbehandlung überwiesen.

Ein Schwerpunkt in der Diagnostik ist die sonographische Untersuchung. Dafür stehen moderne Farbdopplergeräte zur Verfügung. Im Jahr 2000 wurden insgesamt 6120 Patienten sonographisch untersucht. Es wurden rund 5400 Abdomenstaten erstellt, rund 750 mal wurde die Schilddrüse untersucht. Jede Untersuchung wurde, wenn notwendig, durch die Farbdoppler- bzw. Duplexuntersuchung der jeweiligen Gefäßregionen komplettiert. Es wurden ultraschall-gezielte Punktionen – diagnostisch und therapeutisch – durchgeführt. Auch nicht-gastroenterologische Fragestellungen wurden sonographisch beantwortet.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die Endoskopie. Auch hier stehen moderne Videogeräte zur Verfügung. Jede Untersuchung wird bei den überwiegend herzkranken Patienten unter EKG-, Blutdruck- und Sauerstoffsättigungsmonitoring durchgeführt. Insgesamt wurden im Jahr 2000 1428 Patienten endoskopisch untersucht. Es wurden 1135 obere Intestinoskopien durchgeführt, 140 hohe Koloskopien und 153 Proktoskopien sowie Sigmoidoskopien, ERCP’s. Zum Endoskopieprogramm gehören die Blutstillungen, die Anlage von Ernährungssystemen, die Polypektomien/Mukosektomien sowie die therapeutischen Absaugungen.

Wichtig ist, vor Katheteruntersuchungen und Operationen potentielle Blutungsquellen auszuschließen. Potentielle Blutungsquellen werden sofort therapiert, entweder medikamentös oder endoskopisch. Durch die konsequente Anwendung konnte die Zahl der Blutungen aus dem Gastrointestinaltrakt deutlich reduziert werden.

Die Abteilung bietet einen Rund-um-die-Uhr-Dienst an, so dass jederzeit eine optimale Behandlung der Patienten gewährleistet ist.

Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit der Herztransplantationsabteilung des Hauses. Die Mitarbeiter der Abteilung sind in die prä- und postoperative Kontrolle der Patienten eingebunden.
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