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1. Dezember 2009
4.000 Euro für das Kardiologische Forschungslabor im HDZ NRW

Symnick-Stiftung fördert zwei Forschungsbereiche des wissenschaftlichen Nachwuchses in Bad Oeynhausen: Herzmuskelerkrankungen und genetisch bedingte Herzerkrankungen

Seit sieben Jahren fördert die gemeinnützige Symnick-Stiftung mit Sitz in Bielefeld die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Herzerkrankungen in Westfalen. Für zwei besondere Forschungsprojekte der Kardiologischen Klinik des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW) durften der Klinikdirektor Prof. Dr. Dieter Horstkotte und der Leiter des Kardiologischen Labors, Dr. Martin Farr, jetzt eine Spende in Höhe von 4.000 Euro entgegennehmen.


Symnick-Stiftung unterstützt die Forschung fürs Herz: Prof. Dr. Dieter Horstkotte (2.v.r.), Direktor der Kardiologischen Klinik des HDZ NRW, Dr. Martin Farr (2.v.l.), Leiter des Forschungslabors, und die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Bianca Werner (re.) und Sven Dittmann (lks.) (Foto: Armin Kühn).

„Das Forschungslabor der Kardiologischen Klinik wurde als biochemisches Labor im HDZ-Zentrum für klinische Forschung und Entwicklung eingerichtet “ erläutert Prof. Horstkotte. „Für die Zuwendung sind wir ganz besonders dankbar, da sie zwei Forschungsbereiche fördert, die sich unmittelbar mit Verbesserungsmöglichkeiten in der Behandlung unserer Patienten beschäftigen.“

Medikamentöse Therapiemöglichkeiten von Herzmuskelerkrankungen
Entzündliche Erkrankungen des Herzmuskels werden vielfach durch Viren ausgelöst und können zu einer bleibenden Herzschwäche führen. Dr. Bianca Werner und ihre Arbeitsgruppe untersuchen, welche Medikamente diese Virusinfektionen beeinflussen oder gar hemmen können. Dabei konnte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Kardiologischen Klinik bisher an Zellkulturen nachweisen, dass Arzneistoffe, die eigentlich zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen verwendet werden, einen bestimmten Virustyp an seiner Ausbreitung hindern. Dieser Wirkmechanismus, der vor einer Herzmuskelentzündung schützen könnte, wurde bereits Anfang des Jahres vom HDZ NRW zum Patent angemeldet. Weitere Versuchsreihen mit anderen Wirkstoffen sind derzeit in Planung.

Auf der Spur von genetisch bedingten Herzerkrankungen
Neben den klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Fettstoffwechselstörungen kann auch eine familiär bedingte Veranlagung die Ursache für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Diplom-Biochemiker Sven Dittmann beschäftigt sich hierbei mit zwei speziellen Formen, dem sogenannten Brugada-Syndroms sowie des Long-QT-Syndroms. Das Brugada-Syndrom ist eine angeborene Herzrhythmuserkrankung, die zum plötzlichen Herztod führen kann. Sie wird dominant vererbt und tritt daher familiär gehäuft auf. Das Long-QT-Syndrom ist eine lebensgefährliche Störung der Erregungsbildung im Herzmuskel, die ebenfalls zum plötzlichen Herztod führen kann.

Basierend auf einem Diagnostik-Programm der Kardiologischen Klinik unter der Leitung von Prof. Horstkotte, das einzigartig im Bereich angeborener Herzrhythmusstörungen ist, arbeitet Sven Dittmann an der Erforschung noch unbekannter Gene, die für diese angeborenen Herzerkrankungen verantwortlich sind. Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Ruhr-Universität Bochum sollen dabei Ansätze für individuelle Arzneimitteltherapien für Patienten mit genetisch bedingten Herzerkrankungen entwickelt werden.


Weitere Informationen:

Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anna Reiss
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Symnick-Stiftung unterstützt die Forschung fürs Herz: Symnick-Stiftung unterstützt die Forschung fürs Herz:
Prof. Dr. Dieter Horstkotte (2.v.r.), Direktor der Kardiologischen Klinik des HDZ NRW, Dr. Martin Farr (2.v.l.), Leiter des Forschungslabors, und die wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Bianca Werner (re.) und Sven Dittmann (lks.) (Foto: Armin Kühn).

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