Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen
Klinik für Kardiologie
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Sportkardiologie
Die Kardiologie hat für die Sportmedizin in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dies führte konsequenterweise zu einer Ausweitung der Aktivitäten der seit 1999 bestehenden Abteilung für Sportkardiologie.

Die Frage der sportlichen Betätigung bzw. die Intensität der sportlichen Aktivitäten bei angeborenen oder erworbenen Herzerkrankungen oder nach chirurgischen oder kardiologischen Interventionen verlangt eine subtile Diagnostik, Beurteilung der körperlichen Belastbarkeit und Kenntnis der Herz-Kreislaufverhältnisse, um eine Gefährdung des Sportlers zu vermeiden. Gleiches gilt für Erkrankungen der Herzkranzgefäße oder auffällige Herzrhythmusstörungen.

Leistungsdiagnostik
Leistungsdiagnostik
Die Betreuung von Hochleistungs-
sportlern verlangt eine umfassende Gesundheitsuntersuchung zur Beurteilung der Organfunktionen, Ausschluss von Infektionen und Einschätzung des kardiovaskulären Risikos. In der echokardiographischen Untersuchung erfolgt die Beurteilung der Pumpfunktion des Herzens und der Funktion der Herzklappen. Die Leistungsdiagnostik wird mit dem Fahrrad- oder Laufbandergometer vorgenommen. Durch Messung der Sauerstoffaufnahme, Kohlendioxidabgabe und gleichzeitiger Erfassung der Herzfrequenz und Laktatbestimmung kann die Ausdauerkapazität festgestellt werden. Anhand der Ergebnisse können Trainingsempfehlungen aufgestellt werden, die Sportlern und Trainern ein gezieltes Training ermöglichen.

DHB-Team
Check-up im HDZ: Nationalspieler
Dominik Klein, Christian Zeitz und
Henning Fritz (v.l.)
Durch eine Kooperation mit dem Deutschen Handballbund erfolgt jährlich vor den großen Turnieren wie Europa- und Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen eine umfassende Untersuchung der Handball-Nationalspieler. Der westfälische Olympiastützpunkt Dortmund (Ruder- und Leichtathletikkader) mit seinen Außenstellen Warendorf (Reitsportkader) und Winterberg (Wintersportkader) und Vereine der ersten und zweiten Handball-Bundesliga nutzen diese Untersuchungsmöglichkeiten ebenfalls. Insgesamt wurden u.a. neun Mannschaften der ersten und zweiten Handball-Bundesliga sowie zwei Handball-Nationalmannschaften untersucht.

Neben den Spitzensportlern unterziehen sich vermehrt auch Freizeitsportler einem Gesundheitscheck, um Gesundheitsschäden vorzubeugen und mögliche Risiken zu vermeiden. Besondere Aufmerksamkeit wird ehemaligen Hochleistungssportlern gewidmet, da nicht ausgeschlossen ist, dass durch langjährigen Leistungssport Spätschäden im Herz-Kreislaufsystem auftreten können.
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