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12. Januar 2010
Habilitation vollendet: Privatdozentin Dr. Eva Fricke und Privatdozent Dr. med. Nikolaus Haas halten ihre Antrittsvorlesungen
Die Medizinische Fakultät der Ruhr-Uni¬versität Bochum (RUB) hat am Freitag, den 8. Januar 2010, zur öffentlichen Antrittsvorlesung der Privatdozenten (PD) Dr. med. Eva Fricke und Dr. med. Nikolaus Haas in den Hörsaal des Herz- und Diabeteszentrums Nord¬rhein-Westfalen in Bad Oeynhausen eingeladen. Die Wissenschaftler nahmen vor zahlreichen interessierten Zuhörern und Gästen die Glückwünsche von Prof. Dr. Karl Überla, Prodekan der Medizinischen Fakultät, und Prof. Dr. Otto Foit, Geschäftsführer des Herz- und Diabeteszentrums NRW (HDZ NRW) entgegen.
Eva Fricke ist Oberärztin des Instituts für Diagnostische Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Johannes Wesling Klinikum in Minden. Bis 2008 war sie im Institut für Radiologie, Nuklearmedizin und Molekulare Bildgebung des HDZ NRW tätig. Im Hörsaal der Universitätsklinik stellte sie aktuelle Aspekte der PET/CT-Diagnostik in der Onkologie vor.
Nikolaus Haas, Oberarzt der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie des HDZ NRW, referierte in seiner Antrittsvorlesung über „Postoperative Herzrhythmusstörungen im Kindesalter – Standardisierte Stufentherapie mit Amiodarone“.

Frischgebackene Privatdozenten: PD Dr. med. Nikolaus Haas (HDZ NRW) und PD Dr. med. Eva Fricke (Johannes Wesling Klinikum Minden) (Foto: Armin Kühn). |
Seit April 2006 leitet PD Dr. Nikolaus Haas das Herzkatheterlabor der Klinik für Angeborene Herzfehler/Kinderkardiologie im HDZ NRW. Zu speziellen Fragestellungen der Kinderintensivmedizin verfaßte er zahlreiche Publikationen und stellt diese auf Fachkongressen vor. In seiner Habilitationsschrift behandelt Haas die Behandlung von besonders schwerwiegenden postoperativen Herzrhythmusstörungen. Dabei konnte er nachweisen, dass insbesondere die frühzeitige und standardisierte Therapie der ersten Zeichen aufkommender Rhythmusstörungen das Outcome der kleinen Patienten bedeutsam verbessert und die Sterblichkeit der kritisch kranken Kinder verringert.
Nach dem Medizinstudium an den Universitäten Heidelberg, Mannheim und Los Angeles promovierte Haas bei der Firma Boehringer Mannheim mit einem experimentellen Thema zur Wirkstoffprüfung von Substanzen bei peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten – der so genannten Schaufensterkrankheit. Danach war er Assistenzarzt in der Klinik für Kinderheilkunde in Mannheim, bevor er zum Herzzentrum Berlin wechselte. Hier erlangte er seine Facharztbezeichnungen für Kinder- und Jugendmedizin, sowie für Kinderkardiologie und spezielle Intensivmedizin. In allen drei Spezialgebieten entstanden zahlreiche Publikationen und Kongressbeiträge. 1999 wechselte Haas erstmals nach Australien, an das Royal Children´s Hospital in Melbourne, wo er neun Monate auf der Kinderintensivstation verbrachte.
Danach war er für drei Jahre als Oberarzt im Olgahospital in Stuttgart in der Abteilung Kinderkardiologie und Intensivmedizin tätig. 2002 nahm er ein Angebot als Chefarzt einer kinderkardiologischen Intensivabteilung in Brisbane/Australien wahr, die er bis 2006 leitete. In Brisbane wurde er bereits 2004 zum Associate Professor der University of Queensland ernannt. Die Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeiten liegen neben der Erforschung von intensivmedizinischen Fragestellungen in der Behandlung angeborener Herzfehler mittels Herzkathetertechnik. Hier ist PD Dr. Haas auch als Ausbilder im In- und Ausland tätig.
PD Dr. Nikolaus Haas ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin, des Berufsverbandes der Kinderärzte Deutschlands, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie, der European Association for Pediatric Cardiology, der internationalen Gesellschaft für kinderkardiologische Intensivmedizin und einiger anderer Organisationen und Fachgesellschaften. In Deutschland hat er den Arbeitskreis Kinderkardiologische Intensivmedizin gegründet, dessen Vorsitzender er ist. Ausserdem ist er als Gutachter für zahlreiche nationale und internationale Fachzeitschriften tätig.
Weitere Informationen:
Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Anna Reiss Telefon: 05731/97 1955 Fax: 05731/97 2028 E-Mail: info@hdz-nrw.de
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Frischgebackene Privatdozenten: PD Dr. med. Nikolaus Haas (HDZ NRW) und PD Dr. med. Eva Fricke (Johannes Wesling Klinikum Minden) (Foto: Armin Kühn).
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